Wolfen. Für die Walter- nienburger Burgschützen stand nach dem erfolgreichen Abschneiden bei den Landesmeisterschaften in Kuhfelde am vergangenen Sonnabend der nächste Wettkampf ins Haus. Beim Konkurrenten Chemie Wolfen wurde um den "ORWO-Pokal" geschossen. Erneut konnten sich die Walternienburger in den Siegerlisten ganz vorn eintragen.

Ein angenehmes Klima vor Ort

Schade war, dass wegen einer Terminüberschneidung – in der Altmark fanden am Sonn-abend die "Altmark-Meisterschaften" statt – nicht so viele Teilnehmer wie erwartet nach Wolfen kamen. So kämpften insgesamt 39 Starter aus fünf Vereinen in fünf Bogenklassen um die schön gestalteten Pokale. "Es war ein angenehmes Klima vor Ort. Uns hat es sehr gut gefallen", berichtete Jugendwart Heiko Block, der auch über die Ergebnisse "angenehm überrascht" war.

Erstmals startete Tobias Falkenthal bei einem Turnier. Er ging in der Altersklasse (AK) U17 männlich (m) zwar als Einzelstarter mit dem Blankbogen ins Rennen, überzeugte jedoch gleich mit 108 Ringen über die zweimal 25 Meter.

Matthias Sapalski platzierte sich in der AK U14 m mit dem Jagdbogen auf Rang zwei. Auch er erzielte mit 206 Ringen ein gutes Ergebnis.

Bei den Erwachsenen machten die beiden Vereine, Chemie Wolfen und die Walternienburger Burgschützen, die Treppchenplätze unter sich aus. In der Klasse Herren Langbogen gab es einen Walternienburger Doppel-Erfolg. Platz eins ging an Sven Amenda und Platz zwei sicherte sich Heiko Block.

In der AK Herren Ü45 Langbogen musste Olaf Seelig zwei Vertretern der Gastgeber den Vortritt lassen und erreichte einen guten dritten Platz.

Edgar-Peter Rühl schaffte bei den Herren Ü55 mit dem Langbogen Platz zwei. Sieger wurde hier Joshi Okabe vom gastgebenden Verein. Er müsste Ihnen, liebe Leser, noch bekannt sein. Zweimal konnte er sich als Sportler des Jahres bei der Wahl der Zerbster Volksstimme durchsetzen.

Bei den Damen überzeugten Sandra Seelig und ihre Mutter Christiane. Beide erzielten hinter ihrer Wolfener Konkurrentin die Plätze zwei und drei.

Erstaunt waren die Walternienburger über die Leistung von Peter Oertel, der für den BSC Dessau in der AK Ü45 in der Recurveklasse startete. Er erzielte mit 551 Ringen eine Zahl, die äußerst selten erreicht wird. "Das war sehr gut anzuschauen", äußerte Heiko Block anerkennend. "Seine Ruhe und Gelassenheit hat uns schon beeindruckt. Daran müssen wir noch arbeiten".

Bei der anschließenden Siegerehrung gab es dann für die Sieger und Platzierten zur Belohnung schön gestaltete Pokale. Nach einer kurzen Pause stehen für die Walternienburger Burgschützen die vereinseigenen Meisterschaften an. Diese werden am Sonnabend, 5. März, ausgetragen.