Zerbst. Zum ersten Mal in dieser Bundesliga-Saison gelang dem SKV Rot-Weiß Zerbst eine Heimpartie ohne Verlust eines Mannschaftspunktes. Gegen den bayerischen Vertreter Blau-Weiß Peiting gab es am Sonnabend einen 8:0-Erfolg. Der SKV konnte damit auf den spielfreien Konkurrenten aus Bamberg den Abstand in der Tabelle wahren. Doch aufgrund der fehlenden mannschaftlichen Geschlossenheit, welche vergangene Woche beim Spiel in Karlstadt noch auf die Bahn gebracht wurde, gab es nicht nur zufriedene Gesichter.

Im Startpaar kam Torsten Reiser schnell gegen Robert Mayer unter Druck. Mayer, der hervorragend in den Vollen (Gesamt 409 Kegel) spielte, entschied die ersten beiden Sätze für sich. Reiser konnte im dritten Satz punkten und auch in der Kegelzahl, welche bei Satzgleichstand über den Mannschaftspunkt entscheidet, wieder bis auf einen Kegel an Mayer herankommen. Im letzten Satz sah alles nach den Vollen nach einem Sieg des Peitingers aus, doch mit einem starken Abräumen sicherte sich Reiser noch mit 579:574 Kegeln den Mannschaftspunkt.

In der anderen Paarung spielte Marcus Gerdau wie gewohnt auf allerhöchstem Niveau, was ihm einen ruhigen Nachmittag in Sachen engen Entscheidungen bescherte. Er war Martin Pfeiffer, dem jüngsten Peitinger Spieler, in allen Belangen weit überlegen. 649:517 Kegel und 4:0 Satzpunkte sprechen hier eine deutliche Sprache.

In der Mittelpaarung bekam es Christian Helmerich mit dem aktuell stärksten Peitinger, Karl-Heinz Leserer, zu tun. Helmerich gewann den ersten Satz knapp (147:144). Im zweiten spielte er dann mit 175 Kegeln das höchste Satzergebnis des Tages und konnte gegen Leserer die letztendlich entscheidenden Kegel gutmachen. Leserer gab sich nicht geschlagen und holte sich die Punkte aus den beiden weiteren Sätzen. Bei 2:2-Satzgleichstand mit guten 618:603 Kegeln ging der Mannschaftspunkt an Helmerich.

Auf der anderen Seite konnte Oliver Scholler nicht an seine Leistung der vergangenen Woche anknüpfen. Zwar steht ein 4:0-Satzerfolg gegen den Peitinger Mannschaftsführer Volker Hickisch im Spielbericht, aber mit 572:526 Kegeln können beide Akteure nicht zufrieden sein.

In der Schlusspaarung gingen für Zerbst Timo Hoffmann und Cosmin Craciun, auf Peitinger Seite Ralph Habiger und Ludwig Eberl an den Start. Beide Paarungen gingen mit jeweils 4:0 Satzpunkten an die Gastgeber. Mannschaftskapitän Hoffmann spielte starke 627 Kegel und ließ dem kämpfenden Habiger (579 Kegel) letztendlich keine Chance. In der anderen Partie war der Spielverlauf identisch. Hier erlaubte sich Craciun keine Schwäche gegen Eberl, was sich auch im Endergebnis mit guten 614:562 Kegeln wider spiegelt.

Am kommenden Wochenende steht das entscheidende Spiel um den Einzug ins Final Four der Champions League in Maribor an. Auf den nicht einfach zu spielenden Bahnen heißt es für den SKV, das 6:2 aus dem Heimspiel von vor zwei Wochen zu verteidigen.

Für Kapitän Hoffmann war das aktuelle Spiel gegen Peiting bestimmt aufschlussreich, um die richtigen sechs Spieler zu benennen. Mit Jürgen Zeitler und Axel Schondelmaier stehen auch wieder zwei Spieler zur Verfügung, welche in den vergangenen Spielen immer überzeugende Leistungen abgeliefert haben.