Zerbst. Beim letzten Punktspieltag der Hobby-Mix-Runde kamen auch Volleyball-Anhänger, die sich "nur einmal wieder die Spiele anschauen wollten". Jens Skuppin (33) und Ronny Krause (30) saßen auf den harten Bänken der Schulsporthalle "Am Plan" in Zerbst und schauten sich bis zur letzten Begegnung die Punktspiele der Hobby-Mannschaften an. Beide sieht man auch bei anderen Volleyballspielen, meist mit der einen oder der anderen Mannschaft mitfiebernd.

Das Interesse an diesem Mannschaftsspiel wurde bei ihnen vor vier Jahren geweckt, als sich beide mit anderen Volleyballern zum sonntäglichen Spiel in Buhlendorf und dann in der Schulsporthalle in Lindau trafen. Was bisher kaum bekannt war: In Buhlendorf und Lindau gibt es eine Volleyball-Freizeitmannschaft, die sich regelmäßig jeden Sonntag von 13 bis 16 Uhr zum gemeinsamen Spiel am hohen Netz trifft.

Die Volleyballsportfreunde Buhlendorf/Lindau wollten sich an den Wochenenden "bewegen, einfach mit Freunden Sport treiben". Da sie guten Kontakt zu aktiven Volleyballern aus Lindau und Rosian besitzen, kamen sie schnell auf den Gedanken, "regelmäßig Volleyball zu spielen".

Es sind mittlerweile zehn bis zwölf Spieler, die sich jeden Sonntag treffen. Öfter zu sehen dabei auch Volleyballer wie Daniel Puls, Sascha Steffen, Norman Wuttig, Noel Franke oder Matthias Willno, die ganz aktiv in Lindau und Rosian spielen. Sie geben so manchen Hinweis und "muntern alle immer wieder auf".

"Wir hätten auch gern an der Hobby-Mix-Runde teilgenommen. Da aber etliche aus unserer Mannschaft arbeitsbedingt nicht unter der Woche nach Zerbst kommen können, bekommen wir schwer einen Sechser zusammen. Da ja auch mindestens drei Frauen mitspielen müssen, können wir erst gar nicht melden", so Ronny Krause.

Denn im Sommer sind höchstens zwei Spielerinnen dabei, füllen die Mannschaft bei den Dorfturnieren auf. Dorffeste wie in Nedlitz und letztens in Straguth sind die Herausforderungen der Volleyballsportfreunde. Beim letzten Fest in Nedlitz schafften sie einen vielumjubelten zweiten Platz. Die anschließende Party fiel entsprechend aus, hatte "richtig Spaß gemacht".

Eine große Sorge äußerten die beiden Freizeit-Volleyballer noch. "Wir sorgen uns, dass eines Tages die Sporthalle in Lindau geschlossen wird, wir dann nicht wissen, wohin wir sollen. Diese Halle muss ganz einfach für die Region erhalten bleiben", so beide Volleyballer übereinstimmend. Und vielleicht findet ihre Sorge Gehör und ihre prima Volleyball-Truppe weitere Verstärkung. Anerkennenswert, wenn man sich so sportlich einbringt und andere zum Sporttreiben mitreist.