Zerbst.Nach dem Auswärtsspiel vor zwei Wochen in Wittenberg müssen die Zerbster Verbandsliga-Handballer des HSV 2000 erneut in der Anhalt-Arena antreten. Diesmal geht es gegen den Dessau-Roßlauer HV II. Ein Derby mit Brisanz und einiger Bedeutung, wenn die Zerbster morgen um 15 Uhr gegen die Mannen von Trainer Rösike antreten.

"Die Jungs haben gut trainiert. Man spürt, dass sie das Spiel gewinnen wollen. Es hängt natürlich von einigen Dingen ab, die man kaum trainieren kann. Die Tagesform jedes einzelnen Spielers wird mit entscheidend sein. Ich traue der Mannschaft in der momentanen Verfassung einen Sieg zu", ist Trainer Bodo Benecke recht zuversichtlich.

War er mit einigen Dingen beim Spiel gegen den Tabellenletzten aus Wittenberg noch nicht zufrieden, sieht er die Mannschaft trotzdem "auf einem guten Weg". Dass sich die Truppe um Kapitän und Liga-Torschützenprimus Sebastian Daudert spielerisch gefestigt und immer besser die Vorgaben des Trainers umsetzen kann, belegen die gewonnenen Spiel der vergangenen Wochen.

Die Zerbster gehören bisher zu den besten Rückrunden-Teams, konnten das blamable Torverhältnis positiver gestalten. Alle Spieler knien sich in die kräftezehrende Deckungsarbeit hinein, helfen sich immer mehr gegenseitig. Dazu kommen stabilere Torhüterleis-tungen (Haberland, Engler) als noch in der Hinrunde.

Mit Rückkehrer Ralph Steffen gewann die Deckung ohne Zweifel an Stabilität. Mit Steffen, Krümmling, Hohmann, auch Siebert, stehen dort Spieler, die man nicht so im Vorbeigehen beiseite schieben kann.

Benecke sieht in der weiteren Verbesserung der Abwehrarbeit die entscheidenden Entwicklungsmöglichkeiten dieser immer noch jungen Mannschaft. Morgen wird sich zeigen, wieweit die Zerbster in dieser Beziehung schon sind.

Die Muldestädter sind natürlich ein anderes Kaliber als die Wittenberger. Auch wenn sie in den vergangenen Wochen arg kadermäßig gebeutelt worden sind, den Kader immer wieder auffüllen mussten, werden sie morgen eine spielstarke Truppe auf das Feld schicken. Auch für die Rösike und Co. zählt in diesem Derby nur der Sieg. Jetzt wieder im oberen Drittel der Tabelle angekommen, wollen sich die HVer dort oben festsetzen. Von Seiten der Gastgeber wäre alles andere auch nicht für ihre Gesamtzielstellungvertretbar.

"Wir hoffen wieder auf viele Zerbster Fans und natürlich auf den HSV-Fanclub. Oft genug war das ein zusätzlicher Ansporn", hofft Benecke auf eine große Unterstützungder eigenen Anhänger. Das Hinspiel in Zerbst endete unentschieden. Es deutet vieles darauf hin, dass es diesmal einen Sieger geben wird. Beide Mannschaften sind jedenfalls hoch motiviert.

Spielerkader des HSV: Haberland, Engler - Natho, Daudert, Lewin, Hohmann, Els, Krümmling, Krüger, Tiepelmann, Steffen, Markmann, Kämpfer, Maerten.