Mildensee (hru/sza). Erneut musste Fußball-Kreisligist SG Dobritz/Garitz beim SV Mildensee II eine Niederlage einstecken. Auf dem viel zu kleinen und Kartoffelacker ähnlichen Platz nebst Heimschiedsrichter verlor die Mannschaft am Sonnabend mit 0:2 (0:2).

Es waren nicht nur allein die genannten Umstände, die zu dieser Niederlage führten. Die spielerische Überlegenheit wurdenicht genutzt. Wer auch immer zu einer Torgelegenheit kam, vergab diese kläglich. Es bestand kaum Raum, solche Möglichkeiten bis zum Ende auszuspielen. Gelang es trotzdem einmal, stand man sich selbst im Weg und behinderte sich beim Torschuss bzw. nahm dem eigenen Spieler den Ball vom Fuß.

Wie im letzten Spieljahr, so war es auch diesmal. Der Schiedsrichter übersah in der 4. Minute großzügig eine Abseitsstellung des Torschützen zum 1:0. Nach einem Freistoß bewegte sich die Abwehrreihe geschlossen nach vorn. Vier Mildenseer, einschließlich Torschütze, der schon bei der Freistoßausführung im Abseits stand, bewegten sich in Richtung Tor. Selbst Torhüter Edgar Heilig machte keine Bewegung, da er wie alle anderen auch auf den Pfiff wartete. Doch der Schiri zeigte zur Mitte und erkannte das Tor an.

Von dieser Minute an war die SG verunsichert und völlig von der Rolle. Kaum eine eigene Aktion gelang, zumal die Heimmannschaft den Ball immer wieder nach vorn drosch und die Angreifer auf die Fehler der Abwehr warteten. In der 14. Minute gab es dann die Krönung. Wieder ein langer Ball wurde in den Strafraum geschlagen. Bringmann versuchte, dem Ball hinterherzulaufen, stolperte und fiel ohne Körperkontakt hin. Röscher bedankte sich mit dem 2:0.

"In der Halbzeitpause reifte schon die Überlegung, nicht wieder aufzulaufen, denn die Offensichtlichkeit und desolate Schiedsrichterleistung brachte selbst die ruhigsten Spieler in Wallung. Man einigte sich, das Spiel mit Anstand, so weit es möglich war, zu Ende zu spielen. Hinzu kam, dass in der zweiten Hälfte die Heimmannschaft konditionelle Probleme bekam. Bei jedem Körperkontakt blieben die Mildenseer längere Zeit liegen. Man hätte annehmen müssen, dass am Ende das Spielformular für Verletzungsniederschriften nicht ausreicht. Erstaunlich war, dass nicht eine niedergeschrieben wurde", berichtete SG-Trainer Helmut Rudolf ziemlich sauer.

Mildensee konnte sich bei seinem Torhüter bedanken, der viermal sensationell gehalten hatte. Sonst hätte es ein anderes Resultat gegeben.

"Einige meiner Spieler müssen sich die Kritik gefallen lassen, dass sie sich von einer solchen Atmosphäre, auch von draußen, beeinflussen ließen. Die richtige Antwort wäre spielerisch zu überzeugen und eine solche Mannschaft mit mehreren Toren in die Kabine zu schicken", so Rudolf. "Es gab auch keinen an diesem Tag, der das Ruder in die Hand nahm. Nicht einmal der Kapitän Tobias Lehnert bekam die Situation in den Griff. Auch er fiel auf die Provokationen herein und handelte sich beim Abgang noch Gelb/Rot für ein angebliches Vogelzeigen beim Platzverlassenein. Und das, obwohl der Schiri keinen Blickkontakt mit ihm hatte. Es ist seine Einschätzung und fällt wieder unter Tatsachenentscheidung, die alles entschuldigt. Alle Schiri-Entscheidungen brachtenauch die Spieler von der Rolle und es hagelte gelbe Karten für Diskussionen. Dabei bewertete der Schiri die Situationen sehr unter- schiedlich. Durften die Spieler der Heimmannschaft sich fast alles erlauben, war manchmal schon eine Handbewegung, Anlass,Gelb zu zeigen. Foulspielean den Gästespielern wurden nicht geahndet. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Mannschaft beim nächsten Spiel am Sonn- abend in Klieken die richtige Antwort gibt", so der Trainer abschließend.

SG: Edgar Heilig - Noack, Tinaglia, Findeklee, Borgsdorf, Lehnert, de Vries (75. Eckert), Els, Reich (46. Thomsa), Hinz, Robert Heilig.