Zerbst (hjs). Der seit drei Jahren in Zerbst wohnende ehemalige Lindauer Klaus Sagert ist ein eingefleischter Handball-Fan. Eigentlich Kegler und Tischtennisspieler von Hause aus, kam der ehemalige Bahnangestellte 1998 zum Zerbster Handball. Damals übernahm "Annes Bahnhofsgaststätte" aus Lindau den Imbiss in der Sporthalle "Zur Jannowitzbrücke" und sprach "ihre Lindauer" an.

Klaus Haberland ergriff für einen Fan-Club die Initiative. Sagert schloss sich an und war seitdem für die Chronik zuständig. Die Mitglieder kamen und gingen. Sagert blieb bis zu dieser Saison ein aktives FanclubMitglied. Doch die gesundheitlichen Probleme nahmen in den vergangenen Jahren zu, zwangen den nun schon 72-Jährigen kürzer zu treten.

Jetzt hat er den Jüngeren um Toralf Wilhelm und Sebastian Radke Platz gemacht, wurde am vergangenen Sonnabend vor dem Spiel des HSV gegen Halle II verabschiedet.

Ganz wird er noch nicht vom Handball lassen können. "Ich komme natürlich in die Halle. Ich will doch die Mannschaft siegen sehen", meinte der ehemalige Tischtennispartner von Werner Wollschläger zuversichtlich.