Lübs/Nedlitz l Die Gehrdener warten seit nunmehr elf Spielen auf einen Dreier. Aber auch heute wird es wohl erneut enorm schwer werden, drei Punkte einzufahren, denn Trai-ner Andreas Schunke muss erneut viele Ausfälle verkraften.

Tobias Knape ist im Urlaub. Martin Beutner, Toni Konzok und Eicke Höhn müssen arbeiten. Hinzu kommen die verletzten Sebastian Götze (Muskelfasserriss) und Felix Häntze (Meniskus). Da hatte „Schunki“ schon ziemlich zu tun, um eine Mannschaft voll zu bekommen. „Da die Zweite nicht spielt, können wir auffüllen. Es fehlen aber viele gute Leute. Wir spielen sozusagen mit dem letzten Aufgebot. Nur neun Spieler sind von der Stammelf einsetzbar.“

So werden aller Voraussicht nach Dennis Böttge, Marcel Schöbel, Andreas Friedrich, Jonas Schmidt und Sebastian Schunke aushelfen. „Ich muss sehen, wer noch zusagt und mir noch Gedanken machen, mit welcher An- fangsformation wir auflaufen“, sagte der Banker, der sein Team heute ganz klar als „Außenseiter“ sieht. „Wir werden versuchen, die Räume eng zu machen und Schadensbegrenzung zu betreiben. Wir wollen aber auch nach vorn durch Konter ein paar Akzente setzen. Ich denke, wir werden nicht viele Chancen bekommen. Die Lücken, die eventuell entstehen, müssen wir mit Kampfgeist schließen. Ich denke, ein Spiel auf Augenhöhe wird es nicht werden“, so der Coach, der „ein frühes Gegentor unbedingt vermeiden will“. „Egal wie es läuft, wollen wir eine anständige Leistung zeigen, so dass wir hinterher noch in den Spiegel schauen können.“

Auf Nedlitzer Seiten werden laut Aussage von Neutrainer Dirk Bizuga auch einige Spieler arbeits- und verletzungsbedingt fehlen. Mario Hosenthien ist weiterhin verletzt. Kapitän Eduard Hahn fehlt privat und Maik Fambach sitzt seine fünfte gelbe Karte ab.

„Laut meinen ersten Eindrücken fehlen drei wichtige Spieler“, sagte Bizuga, der beim Donnerstag-Training 18 Spieler aus der Ersten zur Verfügung hatte. „Wir haben die Fehler aus dem Börde-Spiel analysiert und werden jetzt hoffentlich die richtigen Lehren daraus ziehen“, so der 45-Jährige, der die Favoritenrolle beiseite schiebt, da „ein Derby eigene Gesetze hat“. „Ich kenne Gehrden nicht, habe aber das Union-Spiel per Video analysiert. Wir werden mit breiter Brust auflaufen und wollen den Dreier mitnehmen, denn ein erspielter Sieg ist schon zu lange her“, so der Loburger, der aber auch weiß, „dass sich Gehrden mit guten Leistungen aus der Landesklasse verabschieden will“.

Das Hinspiel dominierte Nedlitz und gewann 6:2.

SR: Wissel, Thomas (Zukunft MD); HS: 6:2.