Berlin - Die deutsche Olympia-Mannschaft hat aus Sicht des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) auch in Sotschi die Chance, unter die ersten Drei in der Nationenwertung zu kommen.

"Ob die Medaillenzahl gehalten werden kann, ist dagegen schwierig einzuschätzen", sagte IAT-Direktor Arndt Pfützner in einem Interview auf sportschau.de. Ziel des Teams bei den Winterspielen sind wie vor vier Jahren in Vancouver 30 Medaillen.

Bei den Ergebnissen der Weltmeisterschaften 2013 in den olympischen Disziplinen habe Deutschland hinter Norwegen und den USA Platz drei belegt. "Insofern sind die Aussichten nicht schlecht, auch wenn wir wissen, dass mit Gastgeber Russland und Kanada zwei sehr starke Nationen ums Podium konkurrieren", sagte Pfützner. Abgesehen von wenigen Sportarten wie Eishockey, Curling oder Shorttrack gebe es überall deutsche Einzelathleten oder Teams, die um Medaillen kämpfen könnten. Die besten Aussichten gebe es im Rennschlittensport.

Mit Blick auf die Winterspiele 2018 und 2022 forderte Pfützner, nach dem Ausscheiden älterer Athleten im Biathlon, Skilanglauf und Eisschnelllauf die immer weniger werdenden Talente systematischer zu suchen und zu fördern. Quereinstiege und Sportartenwechsel müssten leichter möglich sein, verlangte der IAT-Direktor. Das Leipziger IAT ist das zentrale Forschungsinstitut des deutschen Spitzen- und Nachwuchsleistungssports.