Im Programm der Winterspiele von Sotschi stehen offiziell 98 Wettbewerbe. Wie zuvor im Sommer hat sich längst eine weitere "Sportart" bei Betreuern, Sportlern, Journalisten und Besuchern etabliert: Das Sammeln von Pins. Die Anstecker aus Metall gibt es schon seit 1908 in unzähligen Varianten. Bunt, kitschig, groß und klein, aber immer mit den Olympischen Ringen. Seit 1984 in Los Angeles kümmert sich besonders Sponsor Coca-Cola um die Sammler aus aller Welt.

Viele Pins haben die Form von Schneeflocken mit dem Sotschi-Logo, bilden Sportarten wie Eiskunstlauf und Curling ab. Zu den begehrtesten Pins diesmal gehören die fünf kreisrunden Anstecker des Olympia-Informationsdienstes "Around the Rings". Sie zeigen Karikaturen von Kremlchef Wladimir Putin mal auf Kufen, mal auf Skiern, als Bobfahrer und sogar im Judoanzug auf dem Snowboard.

Unter den etablierten Sammlern geht es immer darum, einen neuen Pin einzutauschen gegen Stücke aus der eigenen Kollektion. Hunderte von ihnen sind im Sammler-Club "Olympin" organisiert. Als am wertvollsten gelten die Pins der Nationalen Olympischen Komitees mit den fünf Ringen. In Sotschi wird an fast allen Sportstätten sowie in den Medienzentren getauscht, fast niemand kann sich dem Sammel-Fieber entziehen - ganz nach dem olympischen Motto: Dabeisein ist alles.