Magdeburg | Erst das frühe Scheitern bei den Australian Open, dann die Ausladung für den Davis Cup gegen Spanien: Der Magdeburger Doppel-Spezialist Martin Emmrich musste jetzt zwei Rückschläge innerhalb weniger Tage verkraften. Dementsprechend sieht die Gemütslage des 29-Jährigen aus: "Ich bin unheimlich enttäuscht."

Dabei erwischte Emmrich, wie er selber sagt, keinen schlechten Start ins neue Jahr. Beim Turnier in Chennai (Indien) erreichte er mit Partner André Begemann immerhin das Halbfinale, in Auckland (Neuseeland) kam das Aus in Runde zwei gegen die späteren Turniersieger Marcelo Melo/Julian Knowle (Brasilien/Österreich) nach zwei vergebenen Matchbällen denkbar knapp (6:4, 1:6, 9:11).

In Australien hieß es bereits nach der ersten Runde: Koffer packen. Gegen das finnisch/russische Duo Jarkko Nieminen/Dmitry Tursunov unterlagen die Deutschen 6:7 (3:7), 4:6. Zu diesem Zeitpunkt durfte Emmrich aber noch davon ausgehen, beim Davis Cup dabei zu sein. "Da hat mir Teamchef Carsten Arriens noch gesagt, ich sei die Nummer fünf, mich dann aber nach meiner Rückkehr aus Melbourne ausgeladen."

Emmrich weiter: "Auch wenn ich mich mit den bisherigen Ergebnissen nicht gerade aufgedrängt habe, war die Art und Weise nicht glücklich." Auch Begemann, zunächst die Nummer vier, bleibt nur die Ersatzmann-Rolle, weil sich Arriens kurzfristig für Daniel Brands entschied. Emmrich war ganz raus, weil, so der Magdeburger, "Tommy Haas und Philipp Kohlschreiber im Doppel lieber auf der Vorteilsseite (linke Aufschlagposition/d. Red.) returnieren und das besser zu André passt, der auf der Einstandsseite (rechte Aufschlaghälfte/d. Red.) spielt."

Ob Emmrich nun trotzdem zum Davis Cup nach Frankfurt reist, weiß er noch nicht. Auf alle Fälle muss er sich erst einmal akklimatisieren: "Der Temperaturunterschied von über 40 Grad ist schon brutal."