Magdeburg/Leipzig l Am kommenden Wochenende geht es in Leipzig wieder rund. Und das wortwörtlich, denn in der Arena am Zentralstadion ermitteln die deutschen Leichtathleten ihre diesjährigen Hallenmeister. Bei der bereits fünften Auflage seit 2003 in der Messestadt sind 480 Athleten am Start, darunter eine Handvoll vom SC Magdeburg. Für das Gros der Teilnehmer dreht sich vor restlos ausverkauften Rängen alles um 24 Titel (12 bei den Männern und 12 bei den Frauen). Für einige wenige geht es indes um die Qualifikation zur diesjährige Hallen-Weltmeisterschaft. Diese findet 14 Tage später im polnischen Sopot statt.

Aktuell haben 13 Athleten die WM-Normen erfüllt. DLV-Sportdirektor Thomas Kurtschilgen verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die langfristigen Planungen viele Asse bereits auf die beiden Saison-Höhepunkte im Sommer (Team-EM Mitte Juni in Braunschweig / EM im August in Zürich) ausgerichtet sind und deswegen auf eine Hallen-Saison verzichten. Demzufolge wird das DLV- Team für Polen auch handverlesen sein: "Wir hatten zuletzt bei Hallen-Weltmeisterschaften immer zwischen 14 und 16 Athleten am Start und gehen davon aus, dass in Polen 15 plus x Athleten am Start sein werden."

Das ohnehin schmale Magdeburger Aufgebot für Leipzig ist unter der Woche noch weiter zusammengeschrumpft. Zunächst wurde bei Varg Königmark die Notbremse gezogen. Den Hürdenläufer zwickte nach seiner Rückkehr aus dem Trainingslager in Südafrika, wo er mit einer Frühform über die 400 Meter glänzte (Volksstimme berichtete), die Wade ein wenig. "Die Runden sind in der Halle doch sehr eng, da wollten wir mit Blick auf den Sommer nichts riskieren und verzichten auf einen Start über 400 Meter", erklärte Trainer Marco Kleinsteuber.

Wegen eines grippalen Infektes muss zudem Janin Lindenberg ihren geplanten Start über 400 Meter absagen. Und auch hinter dem erkälteten Eric Krüger stehe ein dickes Fragezeichen, so Kleinsteuber. "Da müssen wir abwarten, wie sich das Ganze entwickelt. Möglicherweise wird Eric am Sonntag für unsere 4 x 200-Meter-Staffel zur Verfügung stehen."

Die Gunst der Stunde will Matthias Lindner nutzen, denn die blaue Bahn in Leipzig gilt als sehr schnell. "Ich bin auf den Punkt genau fit. Zunächst will ich souverän in den Zwischenlauf über 60 Meter kommen und dort möglichst Bestleistung laufen - also unter 6,77 Sekunden. Dann muss ich schauen, ob es fürs Finale reicht."

Das Feld der Etablierten ein wenig aufmischen will der frischgebackene U-20-Hallenmeister über 1500 Meter, Julius Lawnik. Auf einen Einstand nach Maß hofft zudem SCM-Neuzugang Lars Wesemann. Der Sprinter aus Haldensleben hat eine neue Bestzeit über 60 Meter im Visier (bisher 6,93 sec.).