Leimen l Mit einer 654,0:752,0-Niederlage bei Germania St. Ilgen sind die Gewichtheber des SSV Samswegen in die Play-offs gestartet. Hatte sich bereits am Freitag Christopher Roland wegen akuter Knieprobleme krank gemeldet, zog sich zu allem Überfluss auch noch Dirk Springer beim Warmmachen eine Verletzung zu.

"Angesichts dieser Tatsachen ist unser Ergebnis im Bereich des Erreichbaren", sagte Samswegens Sportlicher Leiter Wolfgang Weber, der wegen einer Grippe das Bett hüten musste. Die SSV-Trainer Hartmut Stellmacher und Günter Schliwka ordneten das Dilemma so ein: "Wenn man bedenkt, dass wir unsere zwei verletzten Heber mit Steve Wohl und Judy Witzel durch zwei Aktive ersetzen mussten, die ebenfalls angeschlagen waren, ist dieses Ergebnis aller Ehren wert." Auch St. Ilgens Vereinsvorsitzender Bernd Börgerding bedauerte: "Leider konnten die Samsweger nicht in Bestbesetzung antreten. Ansonsten wäre es ein Duell zweier gleichstarker Mannschaften geworden."

Auf diese Weise sahen die nur 40 Zuschauer zwar aufopferungsvoll kämpfende Sachsen-Anhalter, die jedoch gegen das ausgeglichenere Gastgeber-Sextett chancenlos waren.

Bester Samsweger war zwar erneut Ervis Tabaku mit 155 Punkten. Doch Nico Krüger verdiente sich ein besonderes Lob seiner Trainer. Stellmacher: "Nico schaffte als Einziger sechs gültige Versuche. Seine Leistungen unterstreichen seine Aufwärstendenz."

Trotzdem konnte Stellmacher nach der Niederlage noch schmunzeln: "Beim Warmmachen flog unserem Heber Markus Krümmer die Sohle seinen Gewichtheberschuhes weg. Wir mussten also nicht ihn, sondern seinen Schuh tapen ..."

Samswegen: Krüger 72,0 kg Körpergewicht/105 kg Reißen/134 kg Stoßen/239 kg Zweikampf/100,0 Punkte; Wohl 78,6/115/140/255/99,0; Winter 76,8/ 120/155/275/124,0; Krümmer 91,0/137/175/312/ 130,0; J. Witzel 113,2/65/66/153/46,0; Tabaku 98,7/ 165/184/349/155,0