Halberstadt l Beim Regionalligisten VfB Germania Halberstadt "streiten" sich derzeit zwei Akteure um die interne Torjägerkrone. Jan Nagel und Florian Büchler haben bisher jeweils sieben Mal für die Vorharzer getroffen. Beide haben damit den bisher in Führung liegenden Emmanuel Krontiris (6) überflügelt. Weil der sich seit Wochen mit Achillessehnenproblemen herumplagt und krankgeschrieben ist, dürfte der Routinier kaum noch in das (Torjäger-)Geschehen eingreifen.

Dass sich die beiden Germanen nicht als Konkurrenten sehen, verdeutlicht Florian Büchler, der sechs seiner Treffer in der Rückrunde erzielte und seit der Rückkehr in die Offensive wie befreit aufspielt. "Mir ist es relativ egal, wer bei uns trifft. Ich gönne es Jan gern, dass er mehr Tore erzielt, wenn wir damit die letzten notwendigen Punkte für den ganz sicheren Klassenverbleib holen."

Büchler spielt endlich völlig unbeschwert

Nagel, mit 26 Einsätzen und 2264 Minuten der Dauerbrenner beim VfB, beschreibt, dass sich die beiden allerdings intern schon gern sticheln und flachsend provozieren. "Wenn der eine trifft, rennt er auf den anderen zu und fordert schon mal \\\'jetzt musst du wieder nachlegen\\\'. Aber als ernst zu nehmenden Kampf kann man das nicht beschreiben."

Auf die Frage, warum die Germania zum Saisonfinale überhaupt so oft trifft, weiß Nagel eine Antwort. "Das Beispiel Florian Büchler zeigt es am besten. Er spielt völlig unbeschwert auf. Wo er noch vor Wochen zu viel nachgedacht hat, blendet er jetzt alles aus, trifft die richtige Entscheidung und zieht das Ding durch."