Magdeburg (ut) l Es sind jene Momente, die man als Fußballer nie vergisst und eines Tages vielleicht sogar seinen Enkeln erzählt. Nach dem Schlusspfiff des Pokalfinales am Mittwochabend in Halle wurde FCM-Keeper Matthias Tischer erst von seinen Mitspielern, die wussten, bei wem sie sich zu bedanken hatten, in die Höhe gestemmt und kam anschließend dem stürmisch geforderten Wunsch der Fans "Tischer auf den Zaun" nach.

"Phänomenal. Da laufen mir immer noch Schauer über den Rücken. Ich bin noch total aufgewühlt", räumte der 28-Jährige am Donnerstag ein und erinnerte daran, dass er eigentlich ein Fußballer ist, "der sich eher im Hintergrund aufhält".

"Weltklasseleistung" der Nummer eins

Der Torhüter hatte das "Spiel seines Lebens" gemacht und den klaren Favoriten HFC vor allem in der ersten Halbzeit mit tollen Paraden schier zur Verzweiflung gebracht. Sekunden vorm Ende der ersten Verlängerung vollbrachte er nochmals eine Großtat und verhinderte gegen Francky Sembolo den möglichen Ausgleich.

Trainer Andreas Petersen bescheinigte seiner Nummer eins hinterher sogar eine "Weltklasseleistung".

Beim Halleschen FC war der Zusammenhalt nicht da

"Es hat alles gepasst an diesem Tag. Wir können stolz auf diese geile Leistung sein. Und als Torhüter freut man sich natürlich besonders, wenn man zu null gewinnt, noch dazu in Halle", fasste Tischer das Geschehen noch einmal zusammen und beschrieb den Moment, in dem er endgültig wusste, dass der HFC zu packen sein würde: "Das war vor Beginn der Verlängerung, als wir uns zu einem Kreis versammelt hatten. Diese Stimmung, dieses Brennen in den Augen, habe ich bisher noch nie erlebt. Beim HFC war dieser Zusammenhalt so überhaupt nicht da."

Und darüber, dass Union Berlins Torhüter Jan Glinker mit dem FCM in Verbindung gebracht wird, macht er sich keine Gedanken: "Ich muss mich vor niemandem verstecken."