Belgrad (dh/dpa) l Marcel Hacker hat bei den Ruder-Europameisterschaften in Belgrad (Serbien) mit einem starken Ritt über die Sava Kurs auf das Finale am Sonntag genommen. Der 37-Jährige vom SC Magdeburg fuhr bei seinem gestrigen Vorlaufsieg die mit Abstand schnellste Zeit (6:48,74 Minuten) des gesamten Feldes und damit direkt ins heutige Semifinale. Das erreichten außerdem mit Ondrej Synek (Tschechien) und Alan Campbell (Großbritannien) die stärksten Konkurrenten des SCM-Skullers. "Ich habe mich auf nichts eingelassen und bin meinen Stiefel runtergerudert", sagte Hacker nach dem Rennen.

Der Deutschland-Achter hat mit seinem Vorlaufsieg in 5:28,89 Minuten bereits das Finale am Sonntag erreicht. Bundestrainer Ralf Holtmeyer hatte zur EM noch einige Änderungen vorgenommen: Für Felix Wimberger rückte Felix Drahotta auf Schlag, für Maximilian Planer rückte Andreas Kuffner auf Bug. Wimberger und der Bernburger Planer übernahmen die Positionen vier und drei im Boot. Aber das Ziel bleibt: Im Endlauf kämpft das Aushängeschild des Deutschen Ruderverbandes (DRV) gegen Großbritannien um den Titel. "Das war ein guter Einstieg, aber ich erkenne noch Steigerungsmöglichkeiten", kommentierte Trainer Holtmeyer den erfolgreichen Start in den ersten internationalen Härtetest der Saison.

Der DRV ist mit insgesamt 17 Booten bei der EM am Start. "Die EM hat mittlerweile eine große sportliche Bedeutung. Sie ist für uns ein wichtiger Schritt zur WM und wir wissen Titel oder Erfolge zu schätzen", hatte Präsident Siegfried Kaidel im Vorfeld der Titelkämpfe erklärt.