Setubal/Magdeburg l 750 Meter vor dem Ziel war Finnia Wunram noch Siebte, aber dann fraß sich die Kälte durch ihren Anzug, der Atlantik hatte sich bereits auf etwa 16 Grad Celsius abgekühlt. Die 18-Jährige vom SC Magdeburg schwamm trotzdem ins Ziel, "sie hat eine sehr gute Leistung gezeigt", freute sich ihr Trainer Bernd Berk- hahn. Den Freiwasser-Weltcup am Sonnabend vor der portugiesischen Küste in Setubal hatte Wunram letztlich als 18. über die zehn Kilometer und in 2:05:58 Stunden beendet, ihr Rückstand auf Siegerin Ana Marcela Cunha (Brasilien) betrug etwas mehr als zwei Minuten. Beste Deutsche war Angela Maurer (Mainz) als Zehnte (2:05:29).

Wie die Frauen schwammen die Männer sechsmal den 1,66 Kilometer langen Rundkurs, unter ihnen lag Rob Muffels vom SCM "fünf Runden lang sehr gut im Rennen", sagte Berkhahn. Taktisch wies er nach, seine Lehren aus dem Weltcup in Cancun (Mexiko) im April gezogen zu haben, damals war der 19-Jährige zu schnell angegangen und hintenraus eingebrochen. Aber diesmal fehlte es ihm nicht an Kraft, sondern wie Wunram stoppte ihn die Kälte, die abends durchs Wasser zog. Muffels belegte beim Sieg des Australiers Jarrod Poort (1:52:96) Rang 27 mit 4:37,5 Minuten Rückstand. Thomas Lurz (Würzburg) sicherte sich als bester Deutscher Rang drei mit nur 1,5 Sekunden Rückstand auf den Sieger.

Von Donnerstag bis Sonntag geht es für Wunram und Muffels bei den deutschen Freiwasser-Meisterschaften in Hamburg um Titel und die Qualifikation für die Europameisterschaften (Berlin/13. bis 24. August).