Magdeburg l Geir Sveinsson hat bereits festgestellt, dass er sich um Linksaußen Matthias Musche keine Sorgen machen muss. Dessen Adrenalin kompensiert in der Regel jeden Schmerz. Und wenngleich eine Mittelfußprellung den 22-Jährigen zuletzt an ein handballspezifisches Training hinderte, hätte er nach eigenem Bekunden am vergangenen Freitagabend beim BGW-Cup in Halle, dem ersten Vorbereitungsturnier des Bundesligisten SC Magdeburg, auch gerne spielen können. "Er hat in den vergangenen Tagen vor allem viel Kraft gemacht. Er wird am Montag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen", sagte Sveinsson, Trainer des SCM, der zum neunten Mal den Cup im Halleschen Bildungszentrum gewonnen hat.

Am heutigen Montag ist der SCM zu Gast bei Lok Oschersleben (Anwurf 19 Uhr, Halle "Am Bruch"). Aber das Warten auf einen vollständig genesenen Jacob Bagersted wird wohl erst am Mittwoch enden, wenn in der Assmann-Halle zu Eisenach der traditionelle Sparkassen-Cup für die Magdeburger gegen EHV Aue beginnt (18 Uhr). Wenn Sveinsson derzeit über den 27-jährigen Dänen spricht, kann man selbst durchs Telefon die eine oder andere Sorgenfalte auf der Stirn des isländischen Trainers sehen. Bagersted plagt sich mit Oberschenkelproblemen seit dem Trainingslager in Kienbaum. Aber Bagersted soll auch eine wichtige Rolle in der Abwehr des SCM übernehmen, im Mittelblock nämlich. "Jacob ist für uns wichtig, ich hoffe, dass er so schnell wie möglich dabei ist, ohne ihn haben wir nicht viele Varianten." Mit ihm will Sveinsson aber zwei feste Abwehrvarianten installieren.

Sveinsson mit Leistung im Finale nicht zufrieden

Am Freitagabend in Halle spielte die 6-0-Abwehrvariante komplett durch. Sie spielte mal zu passiv - wie beim 21:11 im Halbfinale gegen den USV Halle (Oberliga). Sie spielte mal zu offensiv, wie beim 18:14 im Finale gegen Aue (2. Liga). Den dritten Platz sicherte sich der Dessau-Roßlauer HV (3. Liga) mit einem 19:18 über den Gastgeber. Dessau hatte das erste Halbfinale gegen Aue mit 11:17 verloren.

"Mit dem zweiten Spiel bin ich nicht zufrieden", resümierte Sveinsson am Tag nach dem Turnier, "da hat uns phasenweise die Konzentration gefehlt." Die Summe aller Kleinigkeiten führte dann dazu, dass der SCM zur 22. der insgesamt 30 Minuten Spielzeit mit 11:13 zurücklag, um dann einen 6:0-Lauf innerhalb von fünf Minuten hinzulegen.

Sveinsson und seine Mannschaft haben noch vier Wochen Zeit bis zum ersten Punktspiel beim Vizemeister des vergangenen Jahres, Rhein-Neckar Löwen (24. August, 17.15 Uhr).

SCM-Schützen in Halle: Natek 7, Grafenhorst 6, Weber 5, Haaß, Jurecki, Hansen je 4, Bezjak, Sohmann, T. Gebala je 2, Rojewski, M. Gebala, Saul je 1