Magdeburg l Als (fast) jeder Fußball-Interessent Freitagabend den Bundesliga-Auftakt am Bildschirm verfolgte, war FCM-Trainer Jens Härtel noch auf Dienstreise. Der 45-jährige Rochlitzer hatte im Babelsberger Liebknecht-Stadion den übernächsten Gegner seiner Elf (Mittwoch, 18.30 Uhr, MDCC-Arena) in Augenschein genommen. Vorjahresmeister TSG Neustrelitz war dort zu Gast.

Doch ehe für den FCM in der nächsten Woche gleich zwei Heimspiele auf dem Programm stehen (außerdem am 31. August der ZFC Meuselwitz), muss die Elf um Kapitän Marius Sowislo erst einmal am morgigen Sonntag (13.30 Uhr, Sternquell-Arena) beim VFC Plauen ran.

An die letzten beiden Partien erinnern kann sich noch bestens Rechtsverteidiger Nico Hammann, der drei Punkte aus dem Vogtland mitbringen, aber eines unbedingt vermeiden will: "Dass das Spiel in Plauen wieder so dramatisch wird, wie die Spiele in der vergangenen Saison." In Plauen brachte der FCM eine 2:0-Halbzeitführung nicht über die Runden (Endstand 2:2) und daheim stand nach einem 0:2-Rückstand nach acht Spielminuten und einer dramatischen Aufholjagd am Ende ein 4:2. Vier Gegentreffer in beiden Regionalliga-spielen gegen den FCM gelangen nicht allzu vielen Kontrahenten.

Härtel will besseres Kopfballspiel sehen

Dass Härtel die im Pokalfeuer gegen den FC Augsburg geschmiedete Fünfer-Abwehrkette gegen Plauen wieder auseinandersprengt, gilt als sicher. Für Steffen Puttkammer, den der Coach nach dem Training zu einer zehnminütigen "Privataudienz" bat, dürfte sich demnach morgen ein etwas offensiverer Part als im DFB-Pokal anbahnen.

Jeder Trainer hat seine eigenen Methoden und setzt spezielle Schwerpunkte. So auch Härtel. Besondere Priorität setzt der Coach auf die Verbesserung des Kopfballspiels. Und so kommt der jahrelang verwaiste so genannte "Kopfballgalgen" im Ostzipfel des Trainingsgeländes zu einem ungeahnten Comeback. Im Anschluss an jede Trainingseinheit üben täglich jeweils fünf andere Spieler das richtige "Köpfen" - je 30 Wiederholungen ...