Berlin l Franziska Hentke ist ins Finale der Europameisterschaften in Berlin geschwommen. Die 25-Jährige vom SC Magdeburg erreichte in der Vorschlussrunde am frühen Samstagabend mit 2:09,03 Minuten die sechstschnellste Zeit im Feld der 16 verbliebenen Konkurrentinnen. "Mit dem Rennen bin ich eigentlich zufrieden", sagte sie. "Nur hatte es sich schneller angefühlt im Wasser. Aber ich weiß, dass ich noch schneller schwimmen kann." Hentkes persönliche Bestzeit liegt bei 2:07,67 Minuten.

Um 16 Uhr werden die Finals am Sonntag, dem Abschlusstag der EM, gestartet. Für Johanna Friedrich vom SCM beginnt der Tag indes bereits um 9.30 Uhr mit dem Vorlauf über 400 Meter Freistil.

Derweil haben die Beckenschwimmer bereits die Medaillenvorgabe (sechs bis acht) des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) und Olympischen Sportbundes (DOSB) erfüllt. Zu den bisherigen vier Edelplaketten kamen am Sonnabend zwei weitere hinzu.

Zunächst gewann der Potsdamer Christian Diener Silber über 200 Meter Rücken in persönlicher Bestzeit (1:57,16 Minuten). "Ich habe an meinen Trainer Jörg Hoffmann gedacht, der mir eingetrichtert hat: den Schmerz muss man ignorieren", sagte der 21-Jährige zu seinem Silberlauf und resümierte seinen ersten großen Erfolg auf internationaler Bühne kurz: "Einfach geil."

So lautete auch das Fazit von Robin Backhaus, Yannick Lebherz, Clemens Rapp und Paul Biedermann, die am Ende des Tages Gold über die 4x200 Meter Freistil gewannen. "Das ist ein unvergesslicher Moment für uns", meinte Backhaus. "Ich musste das Rennen ja nur noch Hause schwimmen", erklärte Schlussstarter Biedermann lächelnd, der für die Staffel auf einen Einzelstart über 100 Meter Freistil verzichtet hatte. Der Hallenser war als Vierter in den Schlussabschnitt gewechselt und überholte auf einer grandiosen letzten Bahn den führenden Russen im Eiltempo. Zudem erklärte der 28-Jährige: "Ich habe hier gelernt, dass man die Erfolge feiern muss, wie sie fallen." Biedermann war über 400 Meter Freistil im Vorlauf ausgeschieden, über 200 Meter holte er Silber.