Halberstadt l Die "Narben" vom 0:3 gegen den BFC Dynamo vom letzten Sonntag sind beim Fußball-Regionalligisten Germania Halberstadt noch nicht verheilt. Trainer Achim Hollerieth sprach auch am Mittwoch noch von einer "Riesen-Enttäuschung". Um diese zu verarbeiten, wählte er verschiedene Varianten.

Am Montag gab es für die Mannschaft einen 90-Minuten-Streifen zu sehen. Auf diesen "Film" hätte sicherlich der Großteil der Anwesenden gern verzichtet, handelte es sich dabei doch um die Begegnung vom Vortag. "Jeder so llte sich Gedanken machen, wie er sich präsentiert hat", begründete Hollerieth diesen Schritt, "es macht einen großen Unterschied, ob man so eine Niederlage allein verbal auswertet oder es buchstäblich direkt vor Augen geführt bekommt".

Danach war viel sprechen angesagt - diskutieren, auswerten und die Fehleranalyse. "Trotz unseres schlechten Spiels hätten wir die drei Gegentreffer nicht fangen müssen", ging Hollerieth auf die vorangegangenen Mängel ein. "Wir haben zu viele lange Bälle gespielt. Das war teilweise ,kick and rush` - ohne jegliche Spielzüge."

Der physisch intensive Teil der Auswertung startete am Mittwochabend auf dem Rasen. Hollerieth legt in dieser Woche besonders Wert auf das Zweikampfverhalten und Spielformen mit Torabschluss. Am neuen 4-1-4-1-System will er nichts ändern. "Die Fehler vom Sonntag haben nichts mit dem System zu tun. In diversen Eins-gegen-Eins-Situationen wurde sich abgedreht und hintenrum gespielt. Trotz der vielen Offensiven im Team fehlte der Zug zum Tor."