Halberstadt l Beiden Mannschaften war vom Anpfiff weg anzumerken, welche Lasten sie aufgrund der Tabellensituationen auf ihren Schultern mitzutragen hatten. Die Berliner hatten in der Anfangsphase etwas mehr Spielanteile, die Heim-Elf agierte aus einer leichten Konterstellung über die agilen Außenspieler Florian Beil und Jan Nagel. In der Spitze spulte Ivan Ristovski als Alleinunhalter ein großes Laufpensum ab.

Chancen blieben Mangelware, die etwas besseren waren auf Seiten der Heimelf: Jan Nagel verpasste eine Beil-Eingabe knapp (8.), Beil selbst köpfte eine Flanke von Dervishaj über das Tor (13.). Auf Seiten der Gäste legte sich Caner Özcin das Leder nach einem vielversprechenden Konter zu weit vor (24.), wenig später rutschte Beil das Leder nach Teixeira-Flanke bei einer Direktabnahme über den Schlappen. Die letzte Möglichkeit des ersten Abschnitts war auf Seiten der Berliner, Rico Morack zielte nach einer Kopfballabwehr zu hoch (36.).

Kurz nach Wiederanpfiff folgte die beste Chance der Viktoria. Nach schöner Einzelaktion von Fritsche klärte Carl-Christoph Labisch die Eingabe im letzten Moment (49.). Danach bekamen die Halberstädter aber zunehmend Oberwasser. Beil setzte sich zweimal energisch auf der Außenbahn durch, trat aber unglücklich auf den Ball (53.) oder fand mit seiner Eingabe Gästekeeper Rickert (57.).

Die Hereinnahme von Christopher Kullmann belebte das Angriffsspiel der Platzherren weiter, nur eine Minute später gab er seinen ersten Torschuss ab (60.). Eine weitere Minute später fiel dann das lang ersehnte Führungstor der Germania. Ivan Ristovski leitete den Angriff über die linke Seite ein. Sein Zuspiel leitete Telmo Teixeira direkt auf Jan Nagel weiter, der sich gegen Robert Schröder behauptete und platziert ins rechte Eck abschloss.

Die Gastgeber blieben am Drücker. In der 65. Minute wurde Beil in aussichtsreicher Position der Vorteil weggepfiffen. Kurz darauf nahm Trainer Achim Hollerieth den zweiten Wechsel vor. Auch dieser machte sich auf Anhieb bezahlt. Pascal Eggert zwang Keeper Rickert mit einem Distanzschuss zur Glanzparade. Den folgenden Eckball platzierte Teixeira maßgenau auf den Kopf von Kevin Nennhuber, der den Ball wuchtig zum 2:0 in die Maschen setzte.

Erst jetzt bäumte sich die Viktoria noch einmal gegen die drohende Niederlage auf, blieb aber ohne nennenswerte Chance. Auf der Gegenseite hätten Nennhuber (76.), Denny Piele (86.) und Eggert (88.) sogar noch erhöhen können.

"Wir haben 2:0 gewonnen, drei Punkte geholt und sind alle erleichtert," kommentierte Hollerieth den Sieg. "Jetzt können wir mit einem breiteren Brüstchen nach Berlin fahren. Ich denke, dass wir auch beim FC Union nicht chancenlos sind", fügte der Germania-Coach hinzu.

Germania Halberstadt: P. Nagel - Labisch, Meier, Buntschu, Dervishaj - Nennhuber - Beil, Teixeira (82. Piele), Wersig (59. Kullmann), J. Nagel (67. Eggert) - Ristovski
Viktoria Berlin: Rickert - Lensinger, Morack, Schröder, Ahmetcik - Fritsche (69. Austermann), Ergirdi, Kruschke (63. Siakam-Tchokoten) - Özcin, Watzka - Yigitusagi (80. Stachnik)
Schiedsrichter: Rosenkranz (Plauen). Zuschauer: 450. Tore: 1:0 Jan Nagel (61.), 2:0 Nennhuber (72.). Gelb: Buntschu, Nennhuber, Labisch / Kruschke, Fritsche, Yigitusagi