Halberstadt l Nach der Pflicht kommt die Kür: Beim Regionalligisten VfB Germania Halberstadt trifft derzeit eher das Gegenteil zu. Denn nach dem unerwarteten und überraschenden 3:0-Erfolg beim Tabellenzweiten Union Berlin II vor knapp zwei Wochen, geht es für das Hollerieth-Team am morgigen Sonntag nun darum, diese Form zu bestätigen.

Was ist die aktuelle Serie von zwei Siegen in der Liga wert? Gegen den VfB 1906 Auerbach (Anstoß 13.30 Uhr im Friedensstadion) sind die Vorharzer in der Pflicht. Es geht darum, sich weiter von den unteren Tabellenrängen zu entfernen. Das Publikum wünscht sich im Verfolgerduell (Tabellen-zwölfter gegen 13.) nebenbei den dritten Heimsieg.

Auch wenn die Gäste aus dem Vogtland nur einen Zähler hinter dem VfB Germania stehen, Auerbach mit einem Sieg an den Halberstädtern vorbeiziehen könnte und die Gäste ihre einzigen zwei Saisonsiege ausgerechnet gegen zwei Staffelfavoriten (Wacker Nordhausen und 1. FCM/d.Red.) verbucht haben - Germania-Cheftrainer Achim Hollerieth mag diese Partie nicht hochstilisieren. "Klar ist es auffällig, dass Auerbach seine Siege gegen diese Teams eingefahren hat, für mich ist diese Begegnung jedoch nicht wichtiger als irgendeine andere." Hollerieth hat den kommenden Kontrahenten beim Sieg über die Magdeburger live beobachtet. "Die Vogtländer haben definitiv ihre Qualitäten, verfügen über pfeilschnelle Außen. Auf der anderen Seite gehören sie defensiv nicht zu den Besten." Hier nimmt er Bezug auf die 21 Gegentreffer - keine Mannschaft kassierte bislang mehr.

Personell sieht es nahezu optimal aus beim VfB Germania. Christopher Kullmann konnte, nachdem er vor einer Woche zur Zahn-Not-OP musste, vollständig mittrainieren. Danilo Dersewski stieg gestern mit ins Training ein. Nach einem Zusammenprall hatte er muskuläre Schulterprobleme. Lediglich Robert Rode fehlt. Er ist bis einschließlich 23. Oktober krankgechrieben.