Wernigerode (ige) l Die dritte Niederlage in Serie hat der HV Wernigerode in der Sachsen-Anhalt-Liga kassiert. Beim 30:32 gegen Aufsteiger Eintracht Gommern geriet die Mannschaft von Trainer Björn Ahlsleben schon im Verlauf des ersten Spielabschnitts entscheidend ins Hintertreffen.

Der Auftakt verlief noch recht vielversprechend, bis zur fünften Minuten führten die Wernigeröder mit 4:3. Allerdings ließen die Hausherren bereits in dieser Phase einige klare Kontermöglichkeiten leichtfertig liegen und verpassten somit eine höhere Führung. Dies rächte sich bereits im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit, bedingt durch viele technische Fehler und Fehlabspiele zog Eintracht Gommern mit einem Zwischenspurt vom 6:7 auf 7:11 davon.

Auch in der Schlussphase der ersten Halbzeit leisteten sich die Wernigeröder zu viele individuelle Fehler, einige Würfe wurden überhastet genommen. "Was hilft es, wenn die Abwehr gut steht, die Bälle aber leichtfertig weg geworfen werden", haderte Trainer Björn Ahlsleben mit seiner Mannschaft. Als Konsequenz wuchs der Vorsprung der Gäste bis zur Pausensirene sogar auf sechs Tore an (11:17).

Nach dem Seitenwechsel leisteten sich die Wernigeröder in vereinzelten Situationen zwar immer noch haarsträubende Fehler, die Gesamtzahl wurde aber deutlich minimiert. Nur mühsam kämpfte sich der HV Wernigerode im Verlauf des zweiten Spielabschnitts etwas heran, hierzu trugen auch die beiden Referees mit einigen umstrittenen Entscheidungen bei. Über die Stationen 14:21 und 19:23 hielten die Gommerner ihren Vorsprung bis kurz vor Ende der Partie immer zwischen vier und sechs Toren.

Die Wernigeröder steckten aber nicht auf, angetrieben von einem starken Eddy Eicken und einer lautstarken Fankulisse wurde aber etwas zu spät zur Aufholjagd geblasen. Beim Spielstand von 29:31 keimte sogar noch einmal Hoffnung auf einen Punktgewinn auf, die cleveren Gäste gaben den Sieg aber nicht mehr aus der Hand.

Trotz der Niederlage war vor allem in der zweiten Halbzeit ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen, den es am nächsten Wochenende zu bestätigen gilt. Beim Tabellenschlusslicht Germania Borne wollen die Wernigeröder wieder in die Erfolgsspur zurück finden.

HV Wernigerode
: Wisotzky, Zimmermann - Czaja (1), Müller (6/1), Rinke (2), Hoffmann (1), Nierlein (3), Eicken (7), Stecker (7/5), Wilde (1), Weist (2), Kramer, Erdmann, Czordas;

Zeitstrafen: HV Wernigerode 3 - Gommern 7; Siebenmeter: HV Wernigerode 7/6 - Gommern 6/6.