Samswegen l FCM-Akteur Steffen Puttkammer dachte gestern an seinem trainingsfreien Tag an alles andere als Fußball. Auf die Räder seines Autos ließ er Winterreifen aufziehen, und am Nachmittag ging`s mit Söhnchen Ben Elias zum Kindersport. Der Dreijährige verpasst zusammen mit Mutti Claudia kein FCM-Heimspiel , ist "total fußballverrückt" und singt, so versichert der stolze Papa glaubhaft, "am Spieltag morgens immer schon die Lieder der Fans im Stadion".

Der 26-jährige gebürtige Wilhelmshavener, seit Sommer 2013 im FCM-Team, ist ganz offensichtlich in Magdeburg angekommen und schwärmt: "Wir fühlen uns hier sehr wohl. Der FCM ist ein Wahnsinnsverein mit tollen Möglichkeiten und einer extrem guten Fankultur."

In dieser Saison unter Trainer Jens Härtel mit zehn Regionalliga- und zwei DFB-Pokalspielen in den Beinen, fühlt sich der 1,92 m große kopfballstarke Rechtsfuß "in der zentralen Rolle", ob im defensiven Mittelfeld oder wie zuletzt gegen Bayer Leverkusen und Jena zwischen den Innenverteidigern Silvio Bankert und Felix Schiller, "am wohlsten". In diesen Positionen könne er "das Spiel antizipieren" und hätte "das gesamte Geschehen vor sich".

Härtels taktisches "Erfolgsrezept" erfreut den gelernten Einzelhandels-Kaufmann zwar, dennoch hält "Putti" es in den Punktspielen für "flexibel anwendbar. Das ist immer vom Gegner abhängig. Ich bin mir sicher, dass unser Trainer uns immer wieder neu und richtig einstellt." Das 6:0 vor gut einer Woche in Bautzen bezeichnet er als "Neuaufbau": "Wir haben alle Uhren auf null gestellt und einen Neuanfang gemacht." Seine sportliche Zukunft sieht Puttkammer (Vertrag bis 30. 6. 2015), der in dieser Saison 855 Einsatzminuten und einen Treffer auf seinem Konto hat, an der Elbe: "Der FCM ist für mich Herzensangelegenheit. Ich kann mir gut vorstellen hierzubleiben und bin offen für Gespräche. Aber vielleicht hat der FCM andere Vorstellungen?"