Seit Wochen geht es mit dem SCM auf und ab. Dem Heimsieg gegen Melsungen folgte nunmehr die Niederlage beim TuS N-Lübbecke. Janette Beck sprach nach dem Offenbarungseid in Sachen Einstellung mit dem vierfachen Torschützen und Kapitän Fabian van Olphen.

Volksstimme: Seit März 2014 hat Lübbecke zu Hause kein Spiel mehr gewonnen - und dann kommt der SCM, lässt es an der Einstellung fehlen und TuS bricht den Bann. Das muss Sie doch wurmen?
Fabian van Olphen:
Natürlich ärgert mich das, zumal wir wussten, dass der Gegner heiß ist und dieses Spiel unbedingt gewinnen will. Dass wir das möglich gemacht haben, ist unverzeihlich. Aber wenn man so in eine Partie reingeht, wie wir, dann ist es unglaublich schwer, so ein Spiel noch zu drehen und zu gewinnen.

Kann es sein, dass Sie den Gegner leichtsinnigerweise unterschätzt haben?
Keine Ahnung, warum uns die Einstellung gefehlt hat. Eigentlich sollte man vor jedem Gegner Respekt haben. Jedem hätte bewusst sein müssen, dass Nettelstedt eine starke Mannschaft ist, wir hier wieder neu bei Null anfangen müssen und das hier kein Selbstläufer werden wird. Und dann legen wir so katastrophal los im Angriff und fangen erst in der zweiten Halbzeit in der Deckung an zu kämpfen, so kannst du kein Spiel gewinnen. Das macht mich wütend und traurig.

Sie reden sich gerade in Rage, wird es jetzt eine Kabinenpredigt vom Kapitän geben?
Nein, dazu sind die Emotionen bei allen noch zu groß. Es macht keinen Sinn, rumzubrüllen oder auf einzelne Spieler draufzuhauen. Es sollte sich jeder Spieler zuallererst selbst die Frage stellen: Welchen Anteil habe ich an dem Misserfolg der Mannschaft und was kann ich tun, um es das nächste Mal besser zu machen? Und danach müssen wir dann gemeinsam nach Lösungen suchen.