Halberstadt (sbr) l Der Beginn der Partie war geprägt vom gegenseitigen Abtasten beider Mannschaften. Die Abwehr des HT stand zunächst sicher. Die so erarbeiteten Konter wurden aber nicht genutzt, die Bälle durch Abspielfehler leichtfertig hergegeben. Aber Blankenburg schlug kein Kapital aus den Fehlern der Gäste.

Nach zehn Minuten stand es 4:1 für den HT. Im Angriff war der Sieben anzumerken, dass sie in dieser Konstellation noch nicht gespielt hatte. Stober versuchte seine Mitspieler ins Spiel zu bringen. Torsten Reuner und Liebscher nutzten die Lücken am Besten. In dieser Phase verletzte sich Schober und Trainer Olaf Feldheim musste die Angriffsformation auf zwei Kreisläufer umstellen. Über die Stationen 5:9 und 7:12 setzte sich der HT, ohne jedoch Ruhe in sein Spiel zu bekommen, etwas ab.

Jedoch wurden weiterhin leichtfertig Angriffe vergeben und die Abwehr stand nicht mehr so sicher wie zu Beginn. Immer wieder gelang es deshalb den Gastgebern, über die Mitte abzuschließen. Somit verkürzte Blankenburg zur Halbzeit auf 13:15.

Die zweite Hälfte begann der HT, wie er in der ersten aufgehört hatte - mit behäbigem Angriffsspiel und keiner Aggressivität in der Abwehr. Nur der Abschlussschwäche der Blankenburger und dem gut aufgelegten HT-Torwart Pesenecker war es zu verdanken, dass sie nicht näher herankamen. Der HT hielt den Abstand von drei Toren bis zur Hälfte der zweiten Halbzeit (16:19, 22:25).

Erst mit der Einwechslung von Dörge für Harbach, der einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte, kam etwas Zug ins Angriffsspiel. Die Außen Fröhlich und Herrmann wurden jetzt auch mit einbezogen und schlossen erfolgreich ab. Die Abwehr stand nun besser. Der Gegner wurde früh attackiert und zu überhasteten Abschlüssen beziehungsweise Abspielfehlern verleitet. Der HT setzte sich schließlich auf 29:22 ab. Die letzten fünf Minuten gehörten, eingeladen durch eine überhebliche Spielweise der Halberstädter, dem Gastgeber. Er verkürzte zum Endstand von 25:29.

Fazit: Ein selbstbewusstes Auftreten eines Tabellenführers sieht anders aus. Trainer Feldheim: "Die Abstimmungsschwierigkeiten in Abwehr und Angriff sind hauptsächlich dem mangelnden Training zu zuschreiben. Aus unterschiedlichen Gründen ist die Mannschaft bei den Übungseinheiten nie komplett. Da ist es natürlich schwierig, sich einzuspielen. Die nächsten Spiele aber werden bestimmt nicht einfacher."

HT 1861 Halberstadt: Krause, Hamann (2), Dörge (4), Fröhlich (4), Pesenecker, Stober, Herrmann (5), Liebscher (6), Harbach (4), Wolff, T. Reuner (4), Heiß, Walther.