Wernigerode (ige) l Die vier erstplatzierten Teams der Fußball-Harzliga, Staffel 1, hatten am Wochenende unfreiwillig Pause. Sowohl das Topspiel Hessener SV gegen Meteor Wegeleben als auch das Verfolgerduell zwischen Grün-Weiß Ilsenburg II und Grün-Gelb Ströbeck fielen den Platzverhältnissen zum Opfer. Der TSV Zilly nutzte die Chance, mit einem 1:0-Sieg in Dingelstedt in die Spitzengruppe vorzudringen. Am Tabellenende baute Germania Wernigerode II mit einem Punktgewinn in Wasserleben seinen Vorsprung auf die Abstiegsränge weiter aus.

TSV 09 Wasserleben - Germania Wernigerode II 3:3 (2:1). Die Gäste waren in der Anfangsphase klar tonangebend, Robert Mendritzki hatte schon in der ersten Minute freistehend den Führungstreffer auf dem Fuß. Dieser fiel wenig später durch Fabian Siegmund, als die Wasserleber Abwehr nach einer Eingabe von Mendritzki nicht auf der Höhe war. Nach einer Viertelstunde fanden die Wasserleber, die vor allem in der Abwehr wieder einige Umstellungen im Vergleich zur Vorwoche vornehmen mussten, besser ins Spiel. Markus Großhennig vergab die erste Chance nach Festerling-Zuspiel (15.), einen Angriff über David Tamke schloss Florian Strohmeyer zum 1:1 ab. Wenig später verpasste Tamke nach einem Konter die Führung (32.), die kurz darauf Großhennig nach abgewehrter Odenbach-Flanke aus 18 Metern erzielte. Die letzte Chance vor der Pause hatte Germanias Michael Schulz, dessen Flachschuss knapp vorbei ging (41.). Auch die erste Möglichkeit nach Wiederanpfiff gehörte den Wernigerödern, Safet Ballabani traf nur den Pfosten (49.). Fast im Gegenzug baute David Tamke die Führung mit einem sehenswerten Heber aus 18 Metern aus. In einem verteilten Spiel hatten die Gäste durch Bergmann und Schulz gute Gelegenheiten, auf Wasserleber Seite hätte Tamke alles klar machen können. Als Michael Schulz nicht angegriffen wurde und aus 20 Metern abzog, war die Partie wieder offen. Ein Missverständnis der Abwehr kostete Wasseleben schließlich noch den Sieg, Nick Festerling bekam den Ball als letzter Spieler unglücklich auf den Rücken. Zwar jubelten die Wasserleber Fans in der Schlussminute noch einmal, doch Referee Koch entschied bei Mario Dickehuts Kopfballtor auf Abseits.

Torfolge: 0:1 Fabian Siegmund (5.), 1:1 Florian Strohmeyer (29.), 2:1 Markus Großhennig (36.), 3:1 David Tamke (59.), 3:2 Michael Schulz (80.), 3:3 Robert Aberspach (88.); Schiedsrichter: Alexander Koch (Silstedt); Zuschauer: 31.

TSV 1912 Deersheim - TuS Elbingerode 2:2 (1:1). Die Elbingeröder begannen druckvoll und erwischten durch den schnellen Führungsteffer einen Auftakt nach Maß. Martin Hinze schoss die Gäste nach schönem Zuspiel von Holger Adenstedt in Front. Mit zunehmender Spieldauer konnten die Platzherren das Geschehen ausgeglichener gestalten, Alexander Buch glich nach einer guten halben Stunde aus. Mit Beginn der zweiten Halbzeit erspielte sich TuS Elbingerode wieder leichte Feldvorteile, die beste Möglichkeit zur erneuten Führung vergab Martin Jung nach einer gelungenen Einzelaktion (65.). So war es ein Eigentor des Deersheimers Alexander Jesse, das die Oberharzer nach 74 Minuten erneut in die Vorhand brachte. Vorausgegangen war ein Kopfball des TuS-Verteidigers Falk Schneider. In der verbleibenden Viertelstunde bemühte sich Deersheim um den Ausgleich, nach anhaltender Druckphase in den Schlussminuten traf Jens Raabe in der Nachspielzeit aus dem Gewühl heraus zum glücklichen Ausgleich.

Torfolge: 0:1 Martin Hinze (10.), 1:1 Alexander Buch (31.), 1:2 Alexander Jesse (74. Eigentor), 2:2 Jens Raabe (90.); Schiedsrichter: Hans-Joachim Barner (Bühne); Zuschauer: 35.