Magdeburg (vs) l In der ersten Hälfte trafen zwei starke Abwehrreihen aufeinander. Zudem traf der verletzungsbedingte Ausfall von Jan Hausmann (6.) den eh schon personell gebeutelten Rückraum der Gastgeber schmerzlich.

Allgemein fehlte im ersten Abschnitt jedoch beim FSV die Durchschlagskraft, um die Abwehr der Gäste großartig in Verlegenheit zu bringen. So zogen diese zunächst auf 2:4 davon. Jedoch fiel es auch ihnen mit zunehmender Spieldauer schwerer, die Defensive der Gastgeber um Torwart Sebastian Böhm zu überwinden. So entwickelte sich eine ausgeglichene Halbzeit, welche mit 10:11 endete.

Die zweite Hälfte bot dann aus Sicht des Gastgebers erfolgreichen Handball. Nach dem schnellen Ausgleich in Unterzahl zeigte der FSV eine ungewohnt clevere Leistung. Über eine harte Abwehr um einen hervorragenden Innenblock Brecht/Özsoy und dem auch im Angriff überragenden Renè Parthey konnten nun schnell einfache Tore erzielt werden.

Auch die inzwischen deutlich offensivere Deckung der Neustädter sowie die Manndeckung gegen Beckmann spielten den Fermerslebern eher in Karten, als ihnen zu schaden. Nach 40 Minuten stand es bereits 18:13. Es deutete sich bereits eine kleine Überraschung an, wenn man in dieser Liga überhaupt davon reden kann.

Was nun folgte, war eine überzeugende und clevere Leistung der Heimmannschaft, welche sich auch nicht durch das ständige Hadern der Gäste mit den Schiedsrichtern und den derbytypischen Aktionen und Sprüchen aus der Ruhe bringen ließ.

Vor allem Parthey bewies Nerven- und Abschlussstärke in dem Spiel. Acht Minuten vor Ende der Partie stellten die Gäste beim Sieben-Tore-Rückstand endgültig auf Manndeckung um. Diese zeigte bis auf einige Fouls keine Wirkung auf den Gastgeber, welcher nach harten 60 Minuten seinen dritten Saisonerfolg feierte.