Biathlon

Die Frauen sind wieder wer: Das ist die Erkenntnis aus den ersten drei Weltcups der Saison. Und es mischt mit: Franziska Hildebrand aus Köthen. Die 27-Jährige belegte am Wochenende in Pokljuka (Slowenien) Platz 13 in der Verfolgung und am Sonntag Rang sieben im Massenstart. "Ich wollte alles rausholen im letzten Rennen des Jahres", erklärte Hildebrand vor der Weihnachtspause, die sie traditionell bei ihrer Familie in Köthen verbringen wird. Bei einem Schießfehler fuhr Hildebrand gestern mit 51,4 Sekunden Rückstand auf Siegerin Kaisa Mäkäräinen (Finnland) über die Ziellinie.

Bob

Mit zwei Top-Ten-Platzierungen kehrt Pilot Nico Walther (Riesa) mit seinen Anschiebern vom MSC von den Übersee-Weltcups zurück. Und Marko Hübenbecker (MSC) schaute nach den Ergebnissen vom Wochenende optimistisch voraus: "Am 30./31. Dezember finden in Winterberg die deutschen Meisterschaften statt, dort müssen wir uns vor niemandem verstecken", erklärte der 28-Jährige.

Walther und Hübenbecker hatten im Zweier das Podest nur um vier Hundertstelsekunden verpasst (Rang sieben). Es gewann der Lette Oskars Melbardis vor Francesco Friedrich (Oberbärenburg) - in dieser Reihenfolge endete auch der Viererwettbewerb. In jenem lieferte Walther mit Hübenbecker, Andreas Bredau (MSC) und Philipp Wobeto (SC Potsdam) im zweiten Lauf die zweitschnellste Zeit, weshalb das Team noch von Rang elf auf Rang fünf vorfahren konnte. "Das war sehr stark", meinte Hübenbecker. "Vor allem die Startzeiten sprechen endlich eine positive Sprache." Die wollen sie auch bei den nationalen Titelkämpfen sprechen lassen, dann geht es nämlich um weitere Starts im Weltcup und bei der Weltmeisterschaft in Winterberg (23. Februar bis 8. März).

Rodeln

Zwei Monate vor der Weltmeisterschaft in Sigulda (Lettland) hat Tatjana Hüfner ihren ersten Saisonsieg gefeiert. Zugleich ist sie nun deutsche Meisterin dieses Winters. Auf ihrer Heimbahn am Sonnabend in Oberhof "hat einfach alles gepasst", berichtete die 31-Jährige aus Blankenburg - sieht man mal von kleinen Fehlern im zweiten Lauf ab. Aber "der erste Lauf war richtig gut", sagte sie. Und nicht nur der, auch am Start war sie in beiden Wertungsrennen die Schnellste, weshalb sie letztlich mit 79 Tausendstelsekunden Vorsprung auf Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (Miesbach) gewann.

Für die WM arbeitet auch der Ilsenburger Toni Eggert mit Sascha Benecken im Doppelsitzer. Das Duo sicherte sich ebenfalls den Meistertitel. Nach drei Weltcupsiegen war es der vierte Saisonerfolg - diesmal mit 0,961 Sekunden vor den Olympiasiegern Tobias Wendl/Tobias Arlt. Bei den Männern setzte sich Andi Langenhan (Zella-Mehlis) durch.

Skeleton

Christopher Grotheer hat sich am Sonnabend selbst überrascht. In Calgary (Kanada) waren zuvor die "Trainingsresultate wirklich schlecht", berichtete er. Und dann rauschte der 22-Jährige im Wettbewerb auf Rang vier. Es war nach Platz drei vor zwei Jahren in Winterberg das zweitbeste Ergebnis seiner Karriere in der Elite. "Ich habe den Schlitten mal richtig rennen lassen", freute sich der Wernigeröder, dem beim Sieg von Martins Dukurs (Lettland) lediglich neun Hundertstelsekunden zum Podest fehlten. "Jetzt muss ich versuchen, am Start näher an die Konkurrenz heranzukommen", meinte Grotheer, für den das Training nach den Weihnachtstagen mit seiner Freundin Maria Heinrich, einer Biathletin, weitergeht. Das beste Ergebnis aus deutscher Sicht erzielte übrigens die 22-jährige Weltcup-Debütantin Tina Hermann (Königssee), die in der Frauen-Konkurrenz Dritte wurde.

 

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