Halberstadt l Fußball-Regionalligist Germania Halberstadt hat Henri Fuchs als neuen Trainer und Nachfolger des entlassenen Achim Hollerieth verpflichtet. Der 44-Jährige wurde am Dienstagvormittag im Rahmen einer Pressekonferenz im Friedensstadion vorgestellt.

Mit dieser Personalie hat sich die Vereinsführung sicherlich selbst das schönste (vor-)weihnachtliche Präsent gemacht. Vier Wochen sind immerhin seit der Trennung vom ehemaligen Cheftrainer Hollerieth ins Land gezogen. Nun soll vorerst Ruhe im Vorharz einkehren.

Den Kontakt stellte Halberstadts sportlicher Leiter Stephan Grabinski über Fuchs` Berater Nico Apel her, zu dessen "Portfolio" übrigens auch Telmo Teixeira gehört. Grabinski betonte, dass er zuversichtlich in die Zukunft blicke und ab sofort "nicht zu oft zu einer Pressekonferenz mit Trainer-Neuvorstellung erscheinen möchte. Ab sofort sollten wir wieder die Stärken aus der Mannschaft herauskitzeln".

Fußballfreunden ist Henri Fuchs bekannt. Der gebürtige Greifswalder wurde als Spieler 1991 mit Hansa Rostock Meister und Pokalsieger und war damit letzter DDR-Double-Gewinner. Im gleichen Jahr wurde er Torschützenkönig. Er kickte später u. a. für den 1. FC Köln und Dynamo Dresden mehr als 100 Mal in der 1. Bundesliga, kam auch zu Europapokaleinsätzen und kann sowohl auf Juniorenauswahleinsätze beim DFV als auch beim DFB verweisen. Zweitligaerfahrung sammelte er u. a. beim Chemnitzer FC und beim VfB Leipzig. Seine ersten Erfahrungen als Trainer sammelte er bei RW Erfurt. Erst als Juniorentrainer, dann als Co-Trainer und Interimschef des Drittligisten. Bis 2013 war er dort als Scout tätig.

Den VfB Germania verfolgt Fuchs, der in Gotha zu Hause ist, mehr oder weniger seit Jahren. "Durch die geografische Nähe habe ich schon zu Oberliga-zeiten einige Partien unter dem damaligen Trainer Andreas Petersen gesehen." Der 44-Jährige, der auch in Verhandlungen mit anderen Vereinen stand, hat einen Vertrag bis Sommer 2016 in Halberstadt unterschrieben.

Seine neue Arbeitsstelle sieht er nicht als selbstverständlich: "Ich bin dankbar und freue mich auf diese Aufgabe." Der Fußballlehrer realisiert mit der Station VfB sein Ziel, eigenständig eine Seniorenmannschaft zu betreuen. Für eine gewisse Erwartungshaltung sorgte seine Ansprache: "Ich möchte das Team, das das Potenzial hat, die Klasse zu halten, langfristig in andere Tabellenregionen bringen. Eines kann ich garantieren: Dass ich Tag und Nacht dafür arbeite."