Magdeburg l Der Sieg vom 9. Oktober 2013 kannte viele Helden, aber in Erinnerung bleiben wird vor allem jene Szene in der Getec-Arena, die sich nach 59 Minuten und elf Sekunden ereignet hatte. Maximilian Janke stieß aus halbrechter Position und an den Kieler "Zinnsoldaten" vorbei direkt an den Kreis vor und markierte das 33:30 für den SC Magdeburg. Wem bis dahin noch etwas mulmig gewesen war unter den damals 6330 Zuschauern, der hatte nun Gewissheit: Der verletztungsbedingt angeschlagene Handball-Bundesligist hatte die Sensation gegen den Rekordmeister geschafft. Am Ende hieß es 34:31.

Das ist lange her, und seit diesem Spiel sind solche Szenen mit Janke in der Getec-Arena ausgeblieben. Im Interesse des 21-Jährigen, des SC DHfK Leipzig und auch des SCM haben sich deshalb alle Beteiligten auf einen Wechsel des Regisseurs der Youngsters (3. Liga) geeinigt (Volksstimme berichtete). Am Montag bestätigten die Magdeburger per Pressemitteilung die Entscheidung. Bereits zum 31. Dezember wurde der ursprünglich bis 30. Juni 2015 dauernde Kontrakt zwischen Janke und dem SCM aufgelöst, weshalb Janke ab sofort spielberechtigt ist für Leipzig. Sein dortiger Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2017.

"Seit einigen Monaten waren wir uns mit Max einig, dass er für seine persönliche Entwicklung den nächsten Schritt in die 2. Liga machen muss. Die Möglichkeit, in der Winterpause zu DHfK zu wechseln, haben wir aktiv unterstützt", erklärte der Sportliche Leiter des SCM, Steffen Stiebler. "Er wechselt zu einem ambitionierten Verein mit einem guten Umfeld und hat in Christian Prokop einen Trainer, der Max entsprechend weiter ausbilden wird." Und der ihn als einstiger Youngsters-Coach bereits bestens kennt.

Janke selbst ist mehr als zufrieden mit der Entscheidung: "Ich bin mit dem Wechsel in die 2. Liga überglücklich. Das ist für mich eine Riesenchance weiterzukommen", wird der 1,96-Meter-Mann auf der Internetseite der Leipziger zitiert.

Janke wird wohl der einzige Youngster aus dem erweiterten Bundesliga-Kader bleiben, den es fortzieht: "Wir werden mit den anderen Akteuren in der kommenden Saison genauso weitermachen wie in diesem Jahr", so Stiebler. "So haben wir es den Spielern kommuniziert." Dazu gehören Tomasz und Maciej Gebala, Keeper Philip Ambrosius, Alexander Saul, André Czech und Vincent Sohmann.

Für Janke gilt: Wenn er sich in Leipzig zum Bundesliga-Spieler entwickelt, "wäre eine Rückkehr zum SCM nicht ausgeschlossen", so Stiebler. Zumindest auf der Platte kommt diese wohl recht bald: Als Tabellenführer der 2. Liga bewegt sich das Prokop-Team zielsicher dem Aufstieg entgegen. Und Janke erklärte: "Erste Liga mit Leipzig wäre ein Traum."