Altenberg/Magdeburg l Christopher Grotheer konnte es sich nicht erklären: Da war er im ersten Lauf beim Weltcup-Rennen der Skeletonis in Altenberg mit der fünftschnellsten Zeit unterwegs, alles war für einen erneuten Top-Ten-Platz nach dem sechsten Rang vor Jahreswechsel in Calgary (Kanada) angerichtet. Und dann verlor er im zweiten Rennen am Sonnabend derart an Zeit und Boden auf die Konkurrenz, weshalb es am Ende nur zum zwölften Rang reichte. "Ich habe einen Fehler gemacht, der mich Schwung gekostet hat. Aber das erklärt nicht die nur 19. Zeit in diesem Lauf", meinte der 22-Jährige aus Wernigerode am Samstagabend gegenüber der Volksstimme.

2,38 Sekunden langsamer war Grotheer im Vergleich zum Seriensieger Martins Dukurs aus Lettland. Auch die Bedingungen wollte der für den BSR Oberhof startende Grotheer nicht als Begründung gelten lassen. Nachdem Temperaturen unter dem Gefrierpunkt in den Tagen zuvor für eine vereiste Bahn gesorgt hatten, stellte sich am Sonnabend bei Plusgraden die Schmelze ein. Aus der Mannschaft des Bob- und Schlittenverbandes (BSD) kam damit Axel Jungk (BRC Riesa) am besten zurecht. Er belegte den vierten Platz.

"Ich muss das Rennen abhaken und meine Schlüsse daraus ziehen", meinte Grotheer, schon am kommenden Wochenende steht der nächste Weltcup in Königssee an. Für ihn geht es dabei nicht nur um eine gute Platzierung, sondern zugleich um das Ticket für die Weltmeisterschaft in Winterberg (23. Februar bis 8. März). Anders als bei den Bobfahrern, die mit der Deutschen Meisterschaft Ende Dezember ihre WM-Piloten gefunden haben, "ist bei uns alles offen", berichtete Grotheer, der die nationalen Titelkämpfe Ende Dezember in Winterberg als Dritter beendet hatte.