Magdeburg | Das Präsidium des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV) berät am Montag ab 13 Uhr in Rangsdorf in einer außerordentlichen Sitzung über die Zukunft des VFC Plauen, nachdem das Amtsgericht Chemnitz das Insolvenzverfahren gegen den Regionalligaverein eröffnet hat. Mit am Beratungstisch sitzen mit Erwin Bugar und Hans-Georg Moldenhauer zwei Mitglieder des 1. FC Magdeburg, der von einem Ausschluss der Plauener aus dem Spielbetrieb profitieren würde. Volksstimme-Redakteur Klaus Renner sprach mit Bugar (62).

Herr Bugar, Sie waren von 1991 bis 1995 selbst FCM-Präsident, gehören derzeit dem Ehrenrat des Vereins an. Wie werden Sie am Montag abstimmen?
Erwin Bugar:
Ich werde am Montag vor Ort entscheiden, ob ich mit abstimme. Als Vertreter des Landes und des NOFV-Präsidiums soll keinesfalls der Anschein entstehen, dass ich die Interessen des 1. FC Magdeburg vertrete. Ich gehe aber davon aus, dass meine Stimme nicht nötig sein wird.

Aus welchem Grund musste es zu dieser außerordentlichen Präsidiumssitzung kommen, wo doch die NOFV-Spielordnung klar festlegt, dass nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens ein Verein automatisch erster Absteiger ist?
Weil der Insolvenzverwalter der Plauener die Auffassung vertritt, dass mit einem Insolvenzplan der VFC Plauen saniert werden sollte, wie das bei Unternehmen nach der Insolvenzordnung praktiziert wird.

In diesem Fall gilt doch wohl die Spielordnung - oder?
Unsere NOFV-Spielordnung steht dem Anliegen des Insolvenzverwalters diametral gegenüber. Es ist aber verfrüht, über die Erfolgsaussichten zu spekulieren.