Samswegen l In der Chemnitzer Sporthalle Reichenbrand brennt nur selten die Luft. Zu klar dominiert der heimische Athletenclub die Gewichtheber-Bundesliga, als dass Gastmannschaften dem amtierenden deutschen Mannschaftsmeister ausgerechnet in dessen "Wohnzimmer" Feuer unter der Hantelstange machen könnten. Als einziges Team überboten die Sachsen bei ihrem Titelgewinn in der vergangenen Saison gar die 1000-Punkte-Marke.

Immerhin gab es in der 25-jährigen Historie des gesamtdeutschen Gewichthebens erst zwei Siege der Samsweger über die Sachsen. 2006 sogar beim Bundesligafinale in Chemnitz und 2007, als Samswegen zweimal hintereinander deutscher Mannschaftsmeister wurde. Doch seitdem waren die Bördestemmer gegen die starken Sachsen stets nur "zweiter Sieger".

So reist das Stemmer-Team des SSV 1884 Samswegen am Sonnabend (Beginn 17 Uhr) ohne Illusionen gen Süden. Zumal Markus Krümmer nach seiner Knieverletzung zwar heben möchte, vom Sportlichen Leiter Wolfgang Weber jedoch "Startverbot" erhalten hat: "Ich befürchte, dass die Verletzung noch nicht richtig auskuriert ist."

Viel wertvoller, so Weber weiter, sei Krümmer beim nächsten Heimwettkampf am 21. Februar gegen Atlas Plauen, wo die Samsweger mit einem 3:0-Sieg den Grundstein für den angestrebten Gruppenplatz zwei legen wollen. Webers Ziel: "Vielleicht können wir in Chemnitz wenigstens das Stoßen für uns entscheiden."

Pikantes Detail: Am Sonnabend kommt es in Chemnitz zum Bruderduell der Zielinskis. Der für Chemnitz startende polnische Olympiasieger Adrian (Saisonbestleistung 178 Punkte) trifft auf den Olympia-Neunten und Neu-Samsweger Tomasz (172 Punkte).