Magdeburg l Marcel Hacker hat sich am Wochenende zurückgelehnt. Kein Ergometer, keine Hantel hat seine Ruhe gestört. Er wollte im Harz vielleicht rodeln mit Frau Katina und Sohn Haakon, er wollte vielleicht auch Langlauf betreiben. Egal was, Hauptsache regenerieren.

Der Harz macht sich dafür ganz gut, zumal Hacker, Vorruderer des SC Magdeburg, dort lebt, in Blankenburg nämlich. Aber am Montag um 7.45 Uhr startete das Flugzeug von Berlin-Tegel zur nächsten Station in der Vorbereitung auf die Saison, die bereits mit dem Kleinboottest vom 17. bis 19. April in Brandenburg ihren ersten Höhepunkt erreicht. Ziel war diesmal Porto in Portgual, das Trainingslager dort halten alle Skuller des Deutschen Ruderverbandes ab, 14 Tage lang. "Wir sind mit 20 Leuten eine richtig große Gruppe", meinte der 37-Jährige. "Wir werden in hohen Umfängen trainieren." Zweimal 20 Kilometer täglich, vermutet Hacker, Krafttraining exklusive. Und nicht nur unter den Augen seines Heimtrainers Roland Oesemann, sondern auch unter Bundestrainer Marcus Schwarzrock, der zudem für den gesamten Skullbereich verantwortlich ist.

In den vergangenen Wochen hat Hacker allerdings nicht nur für die neue Saison, sondern vor allem für seine Zukunft geschuftet. Er hat seinen Lehrgang zur Trainer-A-Lizenz erfolgreich abgeschlossen. Zur Prüfung musste er eine Analyse seiner Leistungsentwicklung vorlegen. "Das war ein Schritt in die richtige Richtung", erklärte Hacker zufrieden. Außerdem übernahm er eine Patenschaft an der Grundschule "Regenstein" in Blankenburg, "um dort den Sport und die Beweglichkeit der Kinder zu forcieren".

Und Hacker hat einen neuen Trainingspartner, der nun auch fest dem SCM angehört. Denis Sittel (21) ist vom Halleschen RV Böllberg gekommen. Er wohnt in Wienrode, in der Nähe von Blankenburg also. Tipps zum Langlauf im Harz gibt es mit seinem Wechsel also inklusive.