Halberstadt l Im Fußball-Jargon formuliert man den am Ende sicher auch glücklichen 2:1-Sieg des VfB Germania Halberstadt über die TSG Neustrelitz oft mit der Phrase "Mund abputzen und weitermachen". Überzeugt hatte das Team von Trainer Henri Fuchs nicht.

Auch Telmo Teixeira, mit seinem sechsten Saisontreffer maßgeblich am Erfolg beteiligt, blickte recht nüchtern auf seine und die Leistung des Teams zurück. "Wir haben diesmal die Einstellung an den Tag gelegt, die zuletzt fehlte. Ich habe meinen Job erledigt. Wir bringen uns nach der 2:0-Führung durch ein blödes Gegentor wieder selbst in die Bredouille, daher sind wir am Ende froh über die drei Punkte."

Henri Fuchs freute sich zunächst über die ersten drei Zähler im ersten Heimspiel überhaupt ("Das ist am schönsten."), bereitete die Fans im nächsten Augenblick auf weiter eher kämpferisch geprägte Duelle vor. "Es werden bis zum Saisonende keine schönen Spiele mehr sein, vielmehr taktische. Das ist Abstiegskampf und man hat gesehen, dass wir uns mit einigen Verunsicherungen erst reinarbeiten mussten." Lob gab es im Allgemeinen für das gesamte Team, im Speziellen für die Innenverteidigung. "Die Auswechslung von Marcel Schied bewies, wie kompromisslos vorgegangen wurde."

Ex-Germania-Trainer Andreas Petersen, jetzt bei der TSG an der Seitenlinie, sprach von einer "unglücklichen, naiven Niederlage. Hier dürfen wir nie und nimmer verlieren".