Duisburg (jb) l Die Magdeburger Kanuten haben zum Auftakt der ersten Qualifikation des Deutschen Kanu-Verbandes deutliche Ausrufezeichen setzen können. Vor allem die Canadierfahrer konnten in der Leistungsklasse überzeugen. Aber auch die Damen und die Junioren zeigten couragierte Auftritte, so dass Bundesstützpunktleiter Björn Bach "alles in allem sehr zufrieden" mit dem Abschneiden in Duisburg war. "Wir haben in breiter Front Flagge gezeigt und uns für die zweite Qualifikation in drei Wochen sehr gute Ausgangspositionen erarbeitet."

Den besten Eindruck von allen hinterließ Yul Oeltze. Der WM-Dritte im C2 gewann am Sonntag in Abwesenheit von Olympiasieger Sebastian Brendel das Rennen über 1000 Meter. Knapp hinter ihm kam Teamkollege Erik Leue ein. Michael Müller komplettierte als Vierter das Top-Ergebnis der Magdeburger. Am Vortag hatte Oeltze über 500 Meter hinter Brendel Rang zwei belegt, Leue kam als Vierter, Müller als Fünfter ins Ziel. "Hut ab: Das war eine tolle Mannschaftsleistung", lobte Bach das Trio. "Yul hat dem Ganzen natürlich die Krone aufgesetzt, als ,Gesetzter` dürfte er das Ticket für die EM in 14 Tagen in der Tasche haben."

Auch die Mädchen wussten sich in Szene zu setzen. Nina Krankemann schaffte es in ihrem zweiten Jahr in der Leistungsklasse zweimal ins A-Finale über die 500 Meter und belegte jeweils Platz sieben, Jasmin Fritz mischte als Siegerin bzw. Zweite des B-Finals in ihrem ersten Jahr bei den Damen forsch mit.

Als "solide" bezeichnete Bach die Leistungen von Andreas Ihle. Der Olympia-Dritte im K2, in den letzten beiden Jahren durch Verletzungen weit zurückgeworfen, wurde im B-Finale über 1000 Meter Vierter und über 500 Meter Achter. Bach: "Eine Steigerung bei der zweiten Qualifikation vor-ausgesetzt, hat ,Andy` noch alle Möglichkeiten, sich fürs A-Team zu empfehlen."