Die Kegler des SKV Rot-Weiß Zerbst haben gestern Abend das Finale um die Champions League gegen Sport Podbrezova (Slowakei) mit 3:5 (3629:3699) Mannschaftspunkten (MP) verloren. Das anfangs klare Endspiel wurde noch einmal spannend. Zwar lagen die Zerbster nach dem ersten Durchgang mit 1:2 MP und 133 Kegeln im Hintertreffen. Doch aufgrund des Wertungssystems mit Mannschafts- und Satzpunkten schien für den Titelverteidiger noch nicht alles verloren.

Bad Langensalza. Im ersten Durchgang holte Marcus Gerdau klar mit 4:0 seinen MP, während sich Jürgen Zeitler und Torsten Reiser/Christian Helmerich geschlagen geben mussten. Die Leistungen des ehemaligen Zerbsters Ivan Cech (660) und vor allem des Weltmeisters und Weltrekordlers Vilmos Zavarko (695, Bahnrekord) waren einfach zu gut.

Im zweiten Durchgang kämpften die SKV-Recken zwar noch einmal bis zum "Umfallen", aber da Mannschaftskapitän Timo Hoffmann, ausgewechselt gegen Axel Schondelmaier, seinen MP verlor, war die Niederlage besiegelt. Cosmin Craciun und Thomas Schneider gewannen ihre direkten Duelle, konnten am verdienten Sieg der Slowaken jedoch nichts mehr ändern.

SKV-Präsident Lothar Müller war zwar enttäuscht, fand aber schnell tröstende Worte: "Podbrezova hat verdient gewonnen. Aber auch ein zweiter Platz in der Keglerwelt ist doch klasse. Das Finale stand auf Top-Niveau, die Zuschauer haben uns so toll unterstützt. Wir greifen im kommenden Jahr erneut an." Für die Slowaken erfüllte sich nach dem Weltpo- kalerfolg im Vorjahr mit diesem Sieg der Traum vom Champions-League-Triumph.

Das Halbfinale gegen Szeged (Ungarn) am Sonnabendmorgen hatten die Zerbster letztlich recht deutlich mit 5,5:2,5 MP und 3641:3597 Kegeln gewonnen. Damit war laut Hoffmann "der Auftrag Finalteilnahme" erfüllt. Das Spiel um Platz drei gewann der Zerbster Halbfinal-Gegner mit 6:2 gegen Zadar.