Salt Lake City (dpa). Ausgepowert und strahlend winkte sie ihrem Freund Matthias Große zu, doch dann fuhr Claudia Pechstein plötzlich der Schreck in die Glieder: Nachdem die Eisschnellläuferin in Salt Lake City bei ihrem Weltcup-Comeback nach zweijähriger Sperre mit der Top-Zeit von 6:51,62 Minuten über 5000 m für einen Paukenschlag gesorgt hatte, drohte der 38 Jahre alten Berlinerin gestern die Disqualifikation.

Minutenlang diskutierten die Referees, ob sie beim Überholen die Amerikanerin Maria Lamb behindert hätte. Am Ende entschieden die Kampfrichter, dass alles korrekt war. Pechstein konnte endlich aufatmen.

Mit ihrem Sieg in der B-Gruppe schaffte sie auf Anhieb die Qualifikation für die WM in Inzell. Sie deklassierte die Konkurrentinnen um rund zehn Sekunden und darf nun auch beim Weltcup-Finale in zwei Wochen in Heerenveen über 3000 m starten. "Ein schönes Rennen. Aber ich hätte nie gedacht, dass ich so superschnell bin", meinte Pechstein strahlend. "Ich glaube, dass die Holländer jetzt einige Zeit den Mund nicht mehr zubekommen werden", meinte sie.