Allen Turbulenzen um die Zukunft von Felix Magath zum Trotz steht der FC Schalke 04 zum zweiten Mal nach 2008 im Viertelfinale der Champions League. Durch Treffer von Jefferson Farfan (40./90.+4 Minute) und Mario Gavranovic (52.) gewann das Team gestern Abend mit 3:1 (1:1) gegen den FC Valencia und darf sich nach dem 1:1 im Hinspiel auf weitere Millionen-Einnahmen freuen. Vor 53 517 Zuschauern in der Veltins-Arena hatte der frühere Wolfsburger Ricardo Costa (17.) die Spanier in Führung gebracht.

Gelsenkirchen (dpa). Die Schalker blieben ihrem Anhang die angekündigte Fußball-Fiesta zunächst einmal schuldig. Gegen den spielstarken Dritten der Primera Division wirkten die Aktionen vor der Pause schwerfällig. Erst in Durchgang zwei zeigten die in der Liga am Rande der Abstiegszone stehenden Schalker ihr Champions League-Gesicht und feierten den vierten Heimsieg in Europa nacheinander.

Raúl, Torschütze im Hinspiel, konnte diesmal keinen Beitrag dazu leisten. Während von dem Spanier in seinem 138. Spiel in der Königsklasse keine Torgefahr ausging, erwiesen sich der unermüdlich rackernde Peer Kluge und Farfan auf der rechten Seite als Aktivposten für die Offensive.

Die erste Chance erspielten sich die Spanier, bei denen der Hinspiel-Torschütze Roberto Soldado überraschend auf der Bank saß. Nach einer Ecke kam Abwehrspieler Jeremy Mathieu völlig unbedrängt aus 16 Metern zum Torschuss, doch der Ball ging am Kasten vorbei (8.). Auf der Gegenseite landete ein Kopfball von Gavranovic, der den verletzten Klaas-Jan Huntelaar im Sturm ersetzte, genau in den Armen von Vicente Guaita (13.).

Dann verpasste ausgerechnet der Ex-Wolfsburger Costa, Meister 2009 unter Magath, seinem Ex-Coach und den Schalker Anhängern eine kalte Dusche. Nachdem Mehmet Topal auf der rechten Abwehrseite Joel Matip ausgetanzt hatte, musste der 29-Jährige nur noch den Kopf hinhalten. Nicht nur in dieser Szene wirkte die "königsblaue" Abwehr schlecht sortiert.

Doch Farfans Kunstschuss brachte den Pokalfinalisten ins Spiel zurück. Der Peruaner zirkelte einen Freistoß über die Mauer ins Netz, nachdem Sergio Escudero kurz vor der Strafraumgrenze zu Fall gebracht worden war.

Im zweiten Durchgang erhöhten die "Königsblauen" die Schlagzahl und kam durch das zweite Pflichspieltor von Gavranovic schnell zum 2:1. Der 21-jährige staubte ab, nachdem Guaita einen Farfan-Schuss nur abklatschen konnte. Das drohende 2:2 vereitelte wenig später Manuel Neuer mit einer Glanzparade gegen Aduriz (58.).