Berlin (dpa). In der Bundesliga nehmen die Trainer-Turbulenzen kein Ende, Bundestrainer Joachim Löw kann seinen Titel-Masterplan aber in aller Ruhe vorantreiben. Für die anstehenden Länderspiel-Aufgaben gegen Kasachstan und Australien kündigte der gerade mit einem frischen Vertrag bis zur Fußball-WM 2014 ausgestattete DFB-Coach die konsequente Fortführung seines Erneuerungskurses an. "Der Prozess wird weiter forciert", sagte Löw dem "Kicker". Beste Aussichten auf eine Nominierung hat heute der Mainzer André Schürrle. Michael Ballack wird hingegen wieder fehlen. Der Kapitän im Dauer-Wartestand muss auch auf das angekündigte klärende Gespräch mit Löw wohl bis zur letzten März-Woche warten, wenn Löw mit seinem Tross in Düsseldorf residiert.

In der EM-Qualifikation gegen die Kasachen soll am 26. März das bestmögliche Team in Kaiserslautern die Punkte für den souveränen Tabellenführer der Gruppe A einfahren. Drei Tage später in Mönchengladbach werden dann im Test gegen Australien wie zuletzt in Dänemark (2:2) und Schweden (0:0) Alternativen aufspielen. "In diesem Punkt ist die Situation nach der WM noch besser geworden", sagte Löw. Er sehe "viele junge Spieler mit großer Qualität, die vielleicht noch nicht 2012, aber dann 2014 eine wichtige Rolle spielen können".

Den letzten Doppelspieltag vor dem Saisonende in der Bundesliga will Löw mit einem Kader in WM-Stärke angehen. "Ich plane mit 20 Mann und drei Torhütern", sagte er. "Gegen Australien könnte es dann einige Wechsel geben und dadurch könnten Spieler, die noch nicht so oft zum Einsatz gekommen sind, für jene auflaufen, die in den vergangenen Wochen im Drei-Tage-Rhythmus im Einsatz gewesen sind." Dabei hat er sicher auch Schürrle im Sinn. "Er hat in den letzten Wochen erfreuliche Leistungen gezeigt, ist sehr torgefährlich", lobte Löw.

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