Von Rudi Bartlitz und Janette Beck

Magdeburg. Das für den 9. April in der Magdeburger Bördelandhalle geplante erste Duell zweier deutscher Box-Weltmeister überhaupt wird es nicht geben. Zumindest vorerst nicht.

Guteine Woche vor dem Kampf ereilte SES-Veranstalter Ulf Steinforth die Hiobsbotschaft: Dimitri Sartison, der Champion Robert Stieglitz (SES) um die Supermittelgewichtskrone des Weltverbandes WBO herausfordern wollte, hat sich beim Sparring in Hamburg eine schwere Knie-Verletzung zugezogen: Das vordere Kreuzband ist gerissen, der Meniskus beschädigt.

Sartison,der bereits im Hamburger St.-Georg-Klinikum operiert wurde, fällt wahrscheinlich ein halbes Jahr aus. Der 31-jährige Hamburger zur Volksstimme: "Ich hoffe, dass wir das Duell auf jeden Fall nachholen können."

Stieglitz zeigte sich gestern kosterniert über den Sartison-Ausfall: "So ein Mist. Wir waren auf diesen Gegner fokussiert. Aber egal, wer jetzt kommt, ich muss im Ring beweisen, dass ich der Bessere bin."

Wie SES gestern mitteilte, wird derzeit intensiv ein neuer Stieglitz-Kontrahent für den 9. April gesucht. "Die Verletzung ist tragisch. Wir sind sofort auf die Suche nach einem im Training stehenden Gegner gegangen und es gibt bereits einige herausragende Optionen. Wir müssen jetzt noch einige vertragliche Details klären", erklärte Steinforth.

Nach Volksstimme-Informationen kommen derzeit zwei Namen in Frage: der Franzose Mehdi Bouadla, direkt hinter Sartison die Nummer sechs der WBO-Weltrangliste, sowie der Armenier Khoren Gevor (32). Wobei Letzterer den Vorteil hätte, dass er sich in vollem Trainingszustand befindet. Der Linksausleger hat sich für Mitte April auf einen WM-Ausscheid vorbereitet.

Das alles müsste jedoch noch offiziell vom Weltverband WBO abgesegnet werden.