Aus sportlicher Sicht ist der VfB Germania Halberstadt seit dem vergangenen Wochenende Regionalligist. Nachdem der Meistertitel in der NOFV-Oberliga Süd mit dem 4:1 in Jena untermauert wurde, liegt die Verantwortung für die Schaffung der entsprechenden Rahmenbedingungen jetzt beim Geschäftsführer und dem Vereinsvorstand.

Halberstadt. Den vorzeitigen Aufstieg hatten die Vorharzer bis Montagfrüh ausgiebig gefeiert, wenngleich Trainer Andreas Petersen gestern unterstrich, dass "sich keiner danebenbenommen hat. Es war eine lustige und tolle Atmosphäre, bei der keiner über die Stränge geschlagen hat. Die Stimmung ist weiterhin ausgesprochen gut, dennoch werden wir alle wohl noch ein paar Tage benötigen, um das Erreichte zu verarbeiten."

Geschäftsführer Hans-Joachim Purfürst und Vereinspräsident Olaf Herbst sind dieser Tage nun gefordert, um nach dem sportlichen Erfolg ein viertligataugliches Umfeld in der Domstadt zu schaffen. In erster Linie geht es dabei um die Baustelle Friedensstadion. So wie sich das altehrwürdige Rund derzeit präsentiert, wird es dort definitiv keinen Regionalliga-Fußball geben. Deswegen arbeit Herbst seit Tagen akribisch an einer Lösung, die schon gefunden scheint: "Eine Woche vor unserem ersten Heimspiel in der neuen Serie wird eine temporäre Sitztribüne für 500 Zuschauer im Stadion stehen", erklärt der Präsident. Da der Staffeltag noch aussteht und somit die Ansetzungen noch nicht bekannt sind, geht der Verein aktuell von der Installation in der Woche 1. bis 7. August aus. "Wir versuchen in jedem Fall, unser erstes Heimspiel so lange wie möglich hinauszuzögern. Ein Antrag dafür ist gestellt", ergänzt Herbst.

Unterdessen soll unmittelbar nach dem letzten Heimspiel (29. Mai/. d. Red.) der weitere Umbau im Stadion fortgesetzt werden. Bis zum Saisonbeginn 2011/12 ist die Fertigstellung der ersten Stehtraversen geplant, so dass am ersten Spieltag für rund 1 000 Zuschauer Platz im Stadion wäre. Der Gästebereich auf der Gegengeraden bleibt wie gehabt.

Weil man beim VfB Germania auf Nummer sicher geht, organisiert Herbst parallel eine Ausweichspielstätte. Hier ist die Rede von einem Stadion im Harz. Erst gestern weilte der VfB-Chef vor Ort, um auch hier Nägel mit Köpfen zu schaffen. "Wir müssen eine Reservelösung in der Hinterhand haben, für alle Fälle. Auch diese Variante ist mit dem DFB abgesprochen", so Herbst.