Von Daniel Hübner

Magdeburg. Die neueste Meldung über die Wasserfreunde Spandau verdeutlicht die Ausnahmestellung dieser Mannschaft, wenngleich sie ausnahmsweise nicht die Tabelle in der Wasserball-Bundesliga (Gruppe A) anführt (Platz zwei hinter ASC Duisburg). Trotzdem wurden gleich 13 Akteure aus dem Kader der Berliner ins Nationalteam berufen. Und es ist zu erwarten, dass jene Spieler auch heute im Becken der Magdeburger Elbeschwimmhalle kämpfen werden. Zum dritten Mal in vier Jahren trifft WUM im Achtelfinale des Turbo-Cups auf die Spandauer (18 Uhr). Naturgemäß bedeutet dies das Po-kalaus für die Gastgeber – es könnte dennoch mehr sein.

An das letzte Duell mochte sich Roland Kiffer gar nicht gerne erinnern, es war eine 2:14-Niederlage. Die Tore am 23. Januar 2010 markierten Lazar Kilibarda und Ilia Butikaschwili. Kiffer ist der WUM-Keeper und ehemaliger Jugend-Nationaltorwart aus der Spandauer Schmiede. Für ihn ist die Partie natürlich ein Highlight.

Das warf zuletzt allerdings auch Schatten voraus. Die Serben Kilibarda und Mateja Loncaric kamen erst am Mittwochabend aus der Heimat zurück. Die taktische Vorbereitung begann für Trainer Vlad Hagiu also erst gestern. "Es wird wichtig sein, die richtige Einstellung zu finden", weiß Frank Beiersdorf, der Verantwortliche für die Öffentlichkeitsarbeit. Denn mit einem guten Ergebnis kann WUM auch "ein gutes Signal" setzen für die Aufgaben in der Liga.

Michael Knobloch wird am 20. Januar an der Schulter operiert, heute will er dabei sein. Patrick Stelzner steht erstmals nach seiner langwierigen Verletzung wieder im Kader.