Luxor/Magdeburg. Weil in Ägypten Kanuten und Ruderer in einem Sportverband vereint sind, ist die internationale Nil-Regatta Vorwärts- und Rückwärtsfahrern gleichzeitig vorbehalten. Mehr als 300 Aktive aus 18 arabischen, afrikanischen und europäischen Nationen – darunter auch eine von Präsident Thomas Konietzko angeführte Abordnung des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) – waren zu dem viertägigen Wettkampf auf Afrikas längstem Fluss eingeladen. Den SCM vertraten Kanute Sören Schust und sein Trainer Björn Bach, der sich bewusst für seinen Schützling entschieden hatte. "Als die Einladung des DKV kam, stand für mich fest, dass Sören nach Ägypten reisen würde. Er ist durch sein Training auf der Elbe das Paddeln auf einem fließenden Gewässer gewohnt, würde also die geringsten Anpassungsprobleme haben", erklärte Bach, zugleich auch Leiter des Magdeburger Kanu-Bundesstützpunktes.

Dass Schust mit Platz eins über 1000 Meter und Rang zwei über 500 Meter auch noch sehr gut abschnitt, bereitete seinem Coach Freude: "Eigentlich ist ja die kurze Strecke Sörens Spezialität. Aber es ging auf dem Nil etwas unkonventionell zu. Da Markierungen nur alle 250 Meter vorhanden waren, paddelte über 500 Meter urplötzlich der spätere Sieger, ein Tunesier, in seiner Bahn. Damit so etwas nicht wieder passiert, gab Sören über 1000 Meter gleich Vollgas, lag immer auf gleicher Höhe und setzte sich im Schlussspurt klar vom Tunesier ab."

Den Abschluss der Regattatage bildete für alle Teilnehmer eine Besichtigung des Open-Air-Museums in Luxor.