Leipzig (epd). Nach erneuten Ausschreitungen zwischen Linken und Rechtsextremen kommt ein Fußballspiel im sächsischen Mügeln vom Wochenende nun vor ein Sportgericht. Da der Schiedsrichter das Spiel abgepfiffen habe, müsse der Vorfall vor Gericht verhandelt werden und "kann nicht unter den Tisch fallen", sagte der Sicherheitsbeauftragte des DFB, Helmut Spahn.

Spahn nannte den Abpfiff des Spiels eine "bemerkenswert konsequente Aktion". Die erneuten Ausschreitungen bei dem Fußballspiel in Sachsen am Wochenende seien "auffällig", so der DFB-Sicherheitsbeauftragte weiter. Insgesamt käme politisch motivierte Kriminalität in Sachsen jedoch nicht häufiger vor als im Rest Deutschlands.

Bei dem Spiel zwischen dem örtlichen Sportverein SV Mügeln/Ablaß 09 gegen "Roter Stern Leipzig" hatten sich nach Angabe der Polizei linke Anhänger des Leipziger Vereins und Rechtsextreme aus dem Mügelner Fanblock heftige verbale Attacken geliefert. Dabei seien aus dem Mügelner Bereich "rassistische Gesänge" zu hören gewesen