Oschersleben l Das Starterfeld ist groß, und es wird von Audi dominiert. Nur noch ein BMW mischt im Kampf um den Titel beim diesjährigen ADAC GT Masters mit. Das Team Schnitzer schickt den Briten Ricky Collard und den Österreicher Philipp Eng im M6 in den Punktekampf bei sieben Saisonveranstaltungen mit 14 Rennen. Den Auftakt bestreiten die 18 Mannschaften mit 32 Boliden traditionell in der Arena Oschersleben. Die Läufe am kommenden Sonnabend (13.15 Uhr) und Sonntag (13.08 Uhr) werden live bei Sport1 übertragen.

Wer dann in der Arena sitzt (Ticket: 20 Euro) oder vor dem Fernseher, wird ein Team vergeblich suchen. Der Lokalmatador Schubert Motors aus Oschersleben nimmt eine Auszeit vom Masters. „BMW konzentriert sich in dieser Saison vor allem auf die Langstrecken-Meisterschaft“, berichtete Teammanager Timo Frings. Die VLN wird über insgesamt neun Läufe ausgetragen. Hinzu kommt der Klassiker „24 Stunden auf dem Nürburgring“ am letzten Mai-Wochenende.

Teamchef Torsten Schubert setzt dabei auf die bewährten Masters-Fahrer der vergangenen Jahre: Jens Klingmann, Jörg Müller oder Jesse Krohn. Sie waren auch bei der gelungenen Generalprobe, zugleich das Qualifikationsrennen über sechs Stunden für den Nürburg-Klassiker, dabei. Am vergangenen Wochenende reichte es zumindest für einen der beiden Schubert-BMW M6 zum siebten Platz auf der Nordschleife, der zweite fiel aufgrund eines technischen Problems aus. „Wir sind zufrieden, dass wir das Rennen mit einem Auto ohne Probleme durchfahren und wichtige Erfahrungen sammeln konnten. Unsere Pace war gut, auch wenn wir nicht zu jeder Zeit mit den Besten mithalten konnten. Daran werden wir in den kommenden Wochen weiter arbeiten“, resümierte Schubert.

Wichtige Erfahrungen werden auch Jonathan Judek, gerade 17 Jahre jung, und Emil Lindholm (20) sammeln: Sie bilden das junge Pilotenduo des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt in der GT-Masters-Saison. Im Lamborghini Huracán fahren Judek aus Hohenhameln (Niedersachsen) und sein finnischer Kollege erstmals in der Arena gemeinsam um die Punkte. „Das war wirklich ein großer Schritt direkt aus dem Kart in den GT-Rennwagen“, erinnerte sich der bisherige Kart-Pilot Judek an seine ersten Testfahrten im letzten Jahr.

Aber nicht nur aufstrebende Rennfahrer sind in der „Liga der Super-Sportwagen“ mit sieben Herstellern dabei: Allein acht ehemalige und amtierende Champions greifen 2017 erneut nach der Krone. Allen voran die Titelverteidiger Christopher Mies und Connor De Phillippi in einem der acht Audi R8 im Feld. Und nicht zuletzt: Maximilian Götz im Mercedes AMG, der in der vergangenen Saison noch im Deutschen Tourenwagen Masters startete und das GT Masters 2012 gewann. „Das Feld zeigt sich sehr ausgeglichen“, erklärte Thomas Voss, ehemaliger Arena-Chef und nun Leiter Motorsport beim ADAC. „Ich bin mir sicher, dass wir beim GT Masters wieder spannenden Motorsport sehen werden.“