Beaver Creek - Unmittelbar nach der verpassten Goldmedaille verzog Lindsey Vonn enttäuscht das Gesicht, mit etwas Abstand zeigte die geschlagene Favoritin ein tapferes Lächeln.

"Ich bin glücklich mit der Bronzemedaille", behauptete die 30 Jahre alte Amerikanerin nach dem Super-G zum WM-Auftakt im eigenen Land. "Ich habe mein Bestes gegeben, ein paar Hundertstel haben gefehlt. Es ist trotzdem ein großartiger Tag, am Freitag gibt\'s eine neue Chance", sagte sie mit Blick auf die Damen-Abfahrt.

Für ihren zweiten Start bei den Heim-Weltmeisterschaften hatte Vonn zudem einen Wunsch: "Ich hoffe, am Freitag ist besseres Wetter und ich bekomme eine neue Chance." Wie viele andere Starterinnen hatte die von tausenden Fans angefeuerte viermalige Gesamtweltcupsiegerin mit dem starken Wind auf der "Raptor"-Piste zu kämpfen.

Gold ging an Anna Fenninger aus Österreich, Silber an Tina Maze aus Slowenien. Vonn bekam vor den Augen ihres Freundes Tiger Woods Bronze. Zum ersten Mal bei einer WM - was sie überraschte. "Hatte ich nicht in Garmisch auch eine?", fragte sie verdutzt. Vor vier Jahren gab es allerdings Silber in der Abfahrt. Immerhin darf sich Vonn trotz der kleinen Enttäuschung nun über einen kompletten WM-Medaillensatz im Schrank freuen.