Planegg - Der Deutsche Skiverband (DSV) will mit Viktoria Rebensburg möglichst schon im kommenden Jahr um den Gesamtweltcup fahren und hat auch deswegen die Trainerstruktur im alpinen Damen-Team verändert.

Robert Krumbacher kommt vom Herren-Team und ersetzt Rebensburgs langjährigen Vertrauten Herbert Renoth als Technik-Chef.

In Rudi Soulard bekommt die Speed-Gruppe zudem einen eigenen Technik-Trainer. Ein Technik-Spezialist begleitet Rebensburg sowohl vor technischen Wochenenden mit Riesenslalom-Rennen wie auch bei Weltcup-Stationen mit Auftritten im Super-G und der Abfahrt künftig immer.

"Das ist kein Zugeständnis, aber damit versuchen wir unsere beste Skifahrerin zu bedienen. Die Vicky hat eine Priorität", sagte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. "Wir wollen die Vicky so weit präparieren, dass sie in der Lage ist, mit Ansage um den Gesamtweltcup zu fahren. Sie muss in drei Disziplinen in der Weltspitze sein."

Mit einer Ausnahme war Rebensburg im vergangenen Weltcup-Winter die einzige Skirennfahrerin des DSV, die es in den technischen Disziplinen zu Top-10-Resultaten gebracht hat. Er müsse dort "einen Reset, einen Neuaufbau machen", betonte Maier.

Zukünftig sollen deswegen alle Fahrerinnen mit Potenzial für die Weltspitze, unabhängig vom Alter, in einer Gruppe trainieren und voneinander profitieren. Diese Maßnahme hatte Maier schon während der WM im Februar in den USA angedeutet.

Ziel sei, in der kommenden Saison im Slalom mit "mindestens zwei bis drei Läuferinnen wieder in die Top 15" zu kommen, sagte Maier. "Was ich da nicht brauchen kann, ist, wenn der Technik-Trainer immer zwischen der besten Riesenslalom-Fahrerin und den besten Slalom-Fahrerinnen hin- und herwechseln muss", erklärte Maier den zusätzlichen Coach für die Speedgruppe. Neben Rebensburg ist auch Veronique Hronek in weiten Teilen der Saison Mitglied dieser Trainingsgruppe. "Wir müssen gerade in die Breite gehen, dürfen dabei aber die Spitze nicht aus den Augen verlieren", sagte Maier.