Magdeburg - Sprachkurse, Behördengänge, berufliche Anerkennung: Die Integrationsminister der Länder kommen heute (13.00 Uhr) in Magdeburg zusammen, um über den Umgang mit Zugewanderten zu beraten. Im Leitantrag geht es nach Angaben von Sachsen-Anhalts Sozialministerium darum, wie Deutschland zu einer Willkommensgesellschaft weiterentwickelt werden kann. Auf der Tagesordnung der zweitägigen Konferenz steht zudem eine Resolution mit der Kernaussage "Deutschland braucht Zuwanderung". Sachsen-Anhalt hat noch bis Ende September den Vorsitz der Integrationsministerkonferenz inne.

Sozialminister Norbert Bischoff (SPD) hatte vor der Konferenz appelliert, auf die vermehrte Zuwanderung aus anderen EU-Staaten zu reagieren. "Die Migrationsstruktur der in Deutschland neu Zugewanderten hat sich verändert. Mehr als 60 Prozent kommen aus der EU selbst. Und da geht es nicht mehr um Aufenthaltsrecht, da geht es eher darum, wie man sie tatsächlich besser integriert", hatte Bischoff gesagt. Das Ziel müssten eine verstärkte Nutzung von Sprachkursen und eine schnellere Anerkennung von Berufsabschlüssen sein. Auch Behörden sollten Ausländer nicht stigmatisieren.